Post-Halbjahresgewinn um zwei Drittel eingebrochen
Periodengewinn ging um 66,7 Prozent auf 22,8 Mio. Euro zurück - Umsatz stieg um 3,8 Prozent, EBIT sank um 22 Prozent - Ausblick für 2026 bestätigt
Als wesentliche Treiber für die rückläufige Ergebnisentwicklung nennt die Post den beschleunigten Rückgang des Briefgeschäfts, den anhaltenden Kostendruck sowie den starken Wettbewerb in den Auslandsmärkten. Außerdem werden restriktive regulatorische Maßnahmen im türkischen E-Commerce-Markt beklagt, die das Paketvolumen asiatischer Versender gedämpft hätten.
Die Division E-Commerce & Logistics profitierte hingegen von der ungebrochenen Dynamik im Online-Handel und wuchs um 11,5 Prozent auf 910,9 Mio. Euro. Zusätzliche Impulse lieferte das bulgarische E-Commerce-Unternehmen euShipments.com, das seit März vollkonsolidiert ist. Andererseits schrumpfte die Sparte Brief, Filiale & Services durch den fortgesetzten Strukturwandel und die Neuausrichtung des Telekom-Geschäfts um 7,4 Prozent auf 566,1 Mio. Euro.
Wachstum bei Bank99, Yellow und internationale Zukäufe
Gute Nachrichten gab es von der bank99, die ihr EBIT von 1,8 Mio. auf 4,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt und im Juli wie geplant ihr neues Wertpapierdepotgeschäft gestartet hat. Die im April eingeführte Mobilfunkmarke "Yellow" habe in den ersten Monaten ebenfalls einen sehr guten Kundenzustrom gehabt, heißt es in der Mitteilung.
Im Ausland treibt das Unternehmen seine Expansionsstrategie voran. Ende Juli unterzeichnete die Post die Übernahme des serbischen Paketdienstleisters D Express. Außerdem wurde die Filial-Infrastruktur durch eine SB-Offensive ausgebaut, wodurch das Postnetz in Österreich auf 3.000 Poststellen vergrößert wurde.
Ausblick 2026 trotz Unsicherheiten unverändert
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hält die Post-Führung an ihrer bisherigen Prognose fest und peilt weiterhin einen leichten Umsatzanstieg und ein operatives Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite der letzten Jahre an. Für das zweite Halbjahr werden positive Impulse aus Produktanpassungen und Preiserhöhungen erwartet, wobei man aber im grenzüberschreitenden E-Commerce aufgrund von Zöllen und Gebühren mit einer Dämpfung rechnet. Das geplante Investitionsvolumen (CAPEX) liegt unverändert zwischen 140 und 160 Mio. Euro. Die börsennotierte Post AG befindet sich mehrheitlich im Teileigentum der Republik Österreich.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0785-26) ivn/bel
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Quelle: APA
