Lenzing-Umsätze im Halbjahr gesunken, Gewinn gestiegen
Rückläufige Faserproduktion dämpft Umsatz - Strategische Neuausrichtung läuft
Der Umsatz fiel auf rund 1,27 Mrd. Euro, nach 1,34 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich dagegen dank positiver Effekte aus Fremdwährungsbewertungen und dank eines verbesserten Finanzerfolgs von 15,2 Mio. auf 35,6 Mio. Euro. Insgesamt sei das Marktumfeld von volatilen Energie- und Rohstoffpreisen, einer gedämpften Nachfrage und einem stärkeren Wettbewerb aus Asien geprägt.
Einsparungen von 120 Mio. Euro erwartet
Das neue Strategieprogramm namens "Grow Nonwovens, Reset Textiles" ist darauf ausgerichtet, das Nonwovens-Geschäft auszubauen und im Textilgeschäft auf Premium-Marktsegmente wie Tencel zu setzen. Auch das Zellstoff- und Bioraffineriegeschäft soll weiter gestärkt werden. Damit soll das Unternehmen profitabler und resilienter werden. Gleichzeitig zieht sich der Konzern aus dem Geschäft mit Standardfasern für Textilanwendungen zurück.
Im Geschäftsjahr 2025 seien durch Effizienzmaßnahmen bereits über 200 Mio. Euro eingespart worden. Weitere 120 Mio. Euro sollen bis Ende 2027 ergebniswirksam werden.
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr peilt Lenzing wieder ein Umsatzwachstum und eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 150 Mio. Euro an. Die EBITDA-Marge soll zwischen 20 und 25 Prozent liegen. Im Halbjahr 2026 lag das EBITDA bei 239,2 Mio. Euro (Halbjahr 2025: 268,6 Mio. Euro), die Marge lag bei 18,9 Prozent.
Im Hinblick auf die neue Strategie will Lenzing Produktionskapazitäten von Textilfasern auf Nonwovens-Fasern umstellen und neue, innovative Fasern für das Segment zu entwickeln. Das Produktportfolio soll vor allem im Hygiene-Segment ausgeweitet werden.
bel/fel
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Quelle: APA
