Wiener Börse (Mittag) - ATX legt 0,6 Prozent zu
Lage im Nahen Osten vor dem Kippen - AT&S gewinnt dazu, aber weniger
Laut US-Präsident Donald Trump sind aktuell Gespräche mit dem Iran im Gang. Es gehe um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt. Diplomatische Gespräche mit dem Iran bezeichnete Trump als "letzte Chance". Angesichts der festgefahrenen Lage im Iran-Krieg baut der US-Präsident damit die nächste Drohkulisse auf. Die könnte bald Wirklichkeit werden, denn in der Straße von Hormuz vor der Küste des Omans wurde erneut ein Schiff angegriffen. Der Frachter sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO).
In Österreich zogen AT&S als Topwert im ATX um 2,6 Prozent hinauf, kamen aber von bereits über 4,0 Prozent Kursgewinn zurück. Der Leiterplattenhersteller hat heute bekanntgegeben, im 1. Quartal wieder einen Gewinn gemacht zu haben. Dabei profitierte man von einer anhaltend starken Marktnachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37,5 Prozent auf 549 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um rund 134 Prozent auf 165 Mio. Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei 163 Prozent. Die EBITDA-Marge stieg von 17,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 30,1 Prozent.
Raiffeisen Bank International (RBI) legten um 0,25 Prozent auf 61,10 Euro zu. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die RBI-Aktien von 40,00 auf 46,00 Euro nach oben revidiert. Das Anlagevotum "Hold" wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bestätigt, nachdem die Bank Zahlen für das Halbjahr vorgelegt hat. Die RBI meldete für das zweite Quartal 2026 laut Eibensteiner solide Ergebnisse für das Kerngeschäft ohne Russland mit einem um 4 Prozent höheren Vorsteuergewinn. Dieser Anstieg resultierte aus einem leicht über den Erwartungen liegenden Nettozinsertrag von einem Prozent.
Auch die schwergewichteten Branchenkollegen verbuchten leichte Gewinne: BAWAG plus 0,3 Prozent und Erste Group ebenfalls plus 0,3 Prozent. OMV legten wie mehrheitlich die europäischen Branche durch wieder steigende Ölpreise unter den weiteren Schwergewichten 1,3 Prozent zu.
Am Ende der ATX-Liste waren die Papiere von Vienna Insurance, die 0,6 Prozent abgaben.
moe/ste
ISIN AT0000999982
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Quelle: APA
