Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas höher erwartet
ATX mit plus 0,19 Prozent indiziert - Quartalszahlen von Andritz, AMAG, Erste Group und Verbund im Fokus
In der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison rückten am heimischen Markt Andritz, AMAG, Erste Group und Verbund mit Quartalszahlen in den Fokus. Der steirische Anlagenbauer Andritz hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Rekord beim Auftragsbestand verzeichnet. Dank starker Nachfrage, insbesondere aus der Wasserkraftsparte, stieg der Auftragseingang um 25,2 Prozent auf rund 5,9 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Mio. Euro.
Der Aluminiumkonzern AMAG (Austria Metall AG) steigerte im ersten Halbjahr trotz Iran-Krieg und US-Zöllen die Erlöse und den Gewinn deutlich. Das Ergebnis nach Ertragssteuern kletterte im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 74 Prozent auf 40,7 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 850,7 Mio. Euro.
Die Ergebnisse der Erste Group sind dank des neuen Polen-Geschäfts, das heuer erstmals in die Bilanz einfließt, deutlich gewachsen. Die Bank erzielte einen Nettogewinn von knapp 2,0 Mrd. Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Den Ausblick hob die Bank an.
Beim Verbund ist der Gewinn wegen der deutlich unterdurchschnittlichen Wasserführung und gesunkener Absatzpreise im Halbjahr um ein Drittel gesunken.
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch nach Verlaufsgewinnen mit Abschlägen aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX sank zum Sitzungsende um 0,52 Prozent auf 6.300,88 Punkte.
Am heimischen Aktienmarkt rückte die Erste Group mit positiven Aussichten in den Fokus. Die Bank will ihr Ergebnis je Aktie (EPS) bis 2030 mehr als verdoppeln. Die Erste-Aktie gewannen über weite Strecken des Handelstages, schlossen aber mit minus 0,5 Prozent.
Die Papiere von Lenzing erholten sich um 4,5 Prozent. Am Dienstag waren die Titel des Faserherstellers mit den angekündigten Stellenabbaumaßnahmen und Plänen für eine Kapitalerhöhung um 14 Prozent nach unten gerasselt.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
Zumtobel +4,79% 4,16 Euro Lenzing +4,52% 21,95 Euro OMV +2,44% 62,95 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
AT&S -6,14% 119,20 Euro Raiffeisen Bank International -2,68% 56,30 Euro Telekom Austria -2,29% 10,26 Euro
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Quelle: APA
