Wiener Aktienmarkt vorbörslich deutlich höher erwartet
Aussetzen der Angriffe von USA und Iran - Ölpreise geben nach - Heimische Betriebe vor nächster Belastungsprobe
Die USA stellten über das Wochenende ihre Angriffe ein - nach 13 Nächten in Folge. US-Präsident Donald Trump will seinem UNO-Botschafter zufolge der Diplomatie eine Chance geben. "Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit", sagte Botschafter Mike Waltz am Sonntag dem Sender Fox News. Der Iran werde seine Angriffe aussetzen, solange die USA die ihren unterbrächen, sagte zudem ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Zunehmende Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts und deutlich rückläufige Ölpreise lassen zu Wochenanfang auf eine weitere Erholung am Aktienmarkt schließen, schrieben die Helaba-Experten. Die Ölpreise fielen um drei Prozent. Händler schöpften nach zwei Nächten ohne neue US-Angriffe auf den Iran Hoffnung auf eine Entspannung und mögliche neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.
Unternehmensseitig ist heute am heimischen Aktienmarkt wenig zu erwarten. Die österreichischen Betriebe stehen laut Umfrage vor der nächsten Belastungsprobe. Im zweiten Halbjahr ist mit dem Höhepunkt der Restrukturierungswelle zu rechnen, ist fast die Hälfte der Fachleute bei den heimischen Banken überzeugt. Steigende Energie- und Materialkosten sowie eine schwache Konjunktur (jeweils 22 Prozent) sind die wichtigsten Belastungsfaktoren, geht aus einer EY-Umfrage unter den Restrukturierungs- und Sanierungsexperten europäischer Banken hervor. Rund 47 Prozent der österreichischen Befragten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Restrukturierungswelle heuer im zweiten Halbjahr erreicht wird. Weitere 21 Prozent erwarten den Höhepunkt der Restrukturierung und Sanierung im ersten Halbjahr nächsten Jahres.
Am Freitag hatte der ATX um 0,05 Prozent tiefer auf 6.455,88 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner und -verlierer im prime market am Freitag:
Rosenbauer 5,05 % 62,40 Euro
Andritz 3,20 % 77,30 Euro
Mayr-Melnhof 2,53 % 80,90 Euro
AT&S -5,82 % 158,60 Euro
Frequentis -4,79 % 71,50 Euro
RBI -2,76 % 56,40 Euro
rst/moe
ISIN AT0000999982
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Quelle: APA
