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Wiener Aktienmarkt vorbörslich deutlich höher erwartet

27.07.2026, 08:46:00

Aussetzen der Angriffe von USA und Iran - Ölpreise geben nach - Heimische Betriebe vor nächster Belastungsprobe

Die Wiener Börse dürfte am Montag deutlich höher in den Handel starten. Die USA und der Iran setzten am Wochenende ihre gegenseitigen Angriffe aus und bemühten sich um Verhandlungen. Die Ölpreise gaben zu Wochenbeginn nach. Der heimische Leitindex ATX wurde rund 30 Minuten vor Sitzungsbeginn mit einem Plus von 0,88 Prozent bei 6.503 Punkten indiziert. Auch das europäische Umfeld zeigte sich größtenteils freundlich.

Die USA stellten über das Wochenende ihre Angriffe ein - nach 13 Nächten in Folge. US-Präsident Donald Trump will seinem UNO-Botschafter zufolge der Diplomatie eine Chance geben. "Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit", sagte Botschafter Mike Waltz am Sonntag dem Sender Fox News. Der Iran werde seine Angriffe aussetzen, solange die USA die ihren unterbrächen, sagte zudem ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Zunehmende Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts und deutlich rückläufige Ölpreise lassen zu Wochenanfang auf eine weitere Erholung am Aktienmarkt schließen, schrieben die Helaba-Experten. Die Ölpreise fielen um drei Prozent. Händler schöpften nach zwei Nächten ohne neue US-Angriffe auf den Iran Hoffnung auf eine Entspannung und mögliche neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.

Unternehmensseitig ist heute am heimischen Aktienmarkt wenig zu erwarten. Die österreichischen Betriebe stehen laut Umfrage vor der nächsten Belastungsprobe. Im zweiten Halbjahr ist mit dem Höhepunkt der Restrukturierungswelle zu rechnen, ist fast die Hälfte der Fachleute bei den heimischen Banken überzeugt. Steigende Energie- und Materialkosten sowie eine schwache Konjunktur (jeweils 22 Prozent) sind die wichtigsten Belastungsfaktoren, geht aus einer EY-Umfrage unter den Restrukturierungs- und Sanierungsexperten europäischer Banken hervor. Rund 47 Prozent der österreichischen Befragten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Restrukturierungswelle heuer im zweiten Halbjahr erreicht wird. Weitere 21 Prozent erwarten den Höhepunkt der Restrukturierung und Sanierung im ersten Halbjahr nächsten Jahres.

Am Freitag hatte der ATX um 0,05 Prozent tiefer auf 6.455,88 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner und -verlierer im prime market am Freitag:

Rosenbauer   5,05 %  62,40 Euro 
Andritz      3,20 %  77,30 Euro 
Mayr-Melnhof 2,53 %  80,90 Euro 
                                
AT&S         -5,82 % 158,60 Euro
Frequentis   -4,79 % 71,50 Euro 
RBI          -2,76 % 56,40 Euro 

rst/moe

 ISIN  AT0000999982


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