Österreichische Staatsanleihen im Späthandel erholt
Ölpreise kommen von Höchstständen zurück
Der jüngste Ölpreisschub hatte an den Märkten Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt. Nach dem sprunghaften Anstieg infolge der erneuten Eskalation des Iran-Krieges fiel der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent aber vor dem Wochenende wieder unter 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Diese runde Marke hatte der Brent-Preis am Vortag erstmals seit Ende Mai überschritten. Gleichwohl liegt der Brent-Preis mit aktuell gut 97 Dollar je Barrel weiterhin auf dem höchsten Stand seit Anfang Juni.
Neben der Blockade der Straße von Hormuz durch den Iran hatte zuletzt die verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen für Verunsicherung gesorgt. Sie hatte Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich reklamiert, die eine von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer missachtet hätten. Damit droht ein weiterer Engpass für Öllieferungen.
Keine entscheidenden Impulse lieferte unterdessen die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag. Die Währungshüter legten eine Zinspause ein. "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen", mahnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Die Notenbank will weitere Konjunkturdaten abwarten und im September über eine mögliche Leitzinserhöhung entscheiden. Dann rechnen Experten mit einem weiteren Schritt. Die am Freitagvormittag veröffentlichten Stimmungsdaten aus der Eurozone dürften an diesem Bild kaum etwas ändern. Sie hellten sich überraschend deutlich auf.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,85 2,88 -0,03 1 5 Jahre 3,04 3,08 -0,04 12 10 Jahre 3,40 3,43 -0,03 22 30 Jahre 3,93 3,96 -0,03 28
spa/mik
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Quelle: APA
