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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX um 0,4 Prozent erholt

24.07.2026, 14:28:00

Trotz Iran-Sorgen und US-Zölle - Wochenplus von knapp zwei Prozent in Aussicht - Analystenabstufungen belasten Wienerberger

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitag etwas von den Vortagesverlusten erholt. Der ATX stieg bis zum Nachmittag um 0,44 Prozent auf 6.487,39 Punkte. Dank der starken ersten Wochenhälfte dürfte auch die Wochenbilanz mit knapp zwei Prozent sehr positiv ausfallen. Unterm Strich bleibt der Leitindex aber in seiner Seitwärtsbewegung, in der er sich seit dem Rekordhoch von vor rund einem Monat hält. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,44 Prozent auf 3.190,95 Zähler hoch.

Für eine positive Note sorgten zum Wochenausklang Stimmungsdaten aus dem Euroraum. Sowohl der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister als auch jener der Industrie hellten sich überraschend stark auf.

Ansonsten bleibt das Umfeld zwar trübe, neue Hiobsbotschaften blieben aber aus. Sorgen um KI-Investitionen und Kriegshandlungen in Nahost sind weiterhin Unsicherheitsfaktoren am Markt. Der Brent-Ölpreis kam jedoch etwas von der Kursspitze zurück und fiel wieder unter 100 US-Dollar je Barrel. Zudem verhängen die USA neue Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter auch auf Waren aus der Europäischen Union. Marktbeobachter sehen darin jedoch keine neuen negativen Auswirkungen.

Klar hinauf ging es in Wien mit den Industriewerten. Andritz lagen mit plus 3,9 Prozent an der ATX-Spitze. Marktbeobachter verwiesen auf überraschend starke Zahlen des finnischen Mitbewerbers Valmet, dessen Aktien sich in Helsinki um ein Fünftel verteuerten. Gesucht waren zudem voestalpine mit plus 2,2 Prozent. Ebenfalls unter den besseren Werten fanden sich CA Immo wieder, die von einem am Vorabend angekündigten Aktienrückkaufprogramm gestützt 2,4 Prozent zulegten. OMV gaben angesichts der fallenden Ölpreise 1,8 Prozent ab.

Wienerberger fielen um weitere 1,8 Prozent auf 20,02 Euro, nachdem weitere Analysten mit Abstufungen auf die am Dienstag ausgegebene Gewinnwarnung des Baustoffkonzerns reagierten. Jene der Erste Group senkten ihre Kaufempfehlung für die Aktien von "Buy" auf "Accumulate". Zudem wurde von Analyst Michael Marschallinger das Kursziel von 34,70 auf 24,20 Euro herabgestuft. Auch Exane BNP nahm ihr "Outperform"-Rating für die Titel zurück und bewertet sie nun mit "Neutral". Das Kursziel wurde von 27 auf 20 Euro zusammengestrichen.

spa/mik

 ISIN  AT0000999982


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