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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt auf 95 Dollar

22.07.2026, 11:56:00

Iran-Krieg lässt Ölpreise weiter steigen - Goldpreis legt zu

Die Ölpreise haben am Mittwochvormittag wegen der anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran weiter zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee stieg am Terminmarkt um über 3 Prozent auf rund 95 Dollar. Damit liegt das Brent-Öl auf dem höchsten Stand seit Anfang Juni.

In der zweiten Juni-Hälfte und Anfang Juli war der Ölpreis wegen der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten Schritt für Schritt bis auf 70 Dollar gefallen. Doch aus der Hoffnung wurde nichts und der Ölpreis zieht seitdem wieder kräftig an.

In der Nacht auf Mittwoch wurde erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören. Parallel zu den Explosionen in Teheran informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Iran. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Mio. Menschen leben.

Kurz darauf herrschte wieder Ruhe - und das US-Militär gab das Ende seiner Angriffswelle bekannt. Mit den Attacken sollten die Möglichkeiten des Irans geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel wichtigen Straße von Hormuz anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten demnach militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Es war die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg der wichtigste Faktor. Zeitgleich mit den Militärschlägen soll aber nach übereinstimmenden Presseberichten auch eine diplomatische Initiative für eine neue Waffenruhe laufen, was die Ölpreise aber nur zeitweise sinken ließ. Neben der Lage im Nahen Osten verwiesen Rohstoffexperten der Commerzbank aber auch auf den Ukraine-Krieg mit immer neuen Angriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 88,50 je Barrel (159 Liter). Am Montag hatte der Preis 86,10 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis legte am Mittwoch leicht zu. Am Vormittag wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.114,15 US-Dollar gehandelt. Das war knapp ein Prozent mehr als am Vortag.

mik/ger


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Quelle: APA