Wiener Börse (Schluss) - ATX um 0,5 Prozent fester
Weiter Spannungen im Iran-Krieg - Bank- und Energiewerte gesucht
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Der Wiener Aktienmarkt hat am Montag nach einigem Auf und Ab fester geschlossen. Die Spannungen in Nahost, steigende Ölpreise und der unklare Zinskurs der Notenbanken machen die Anleger nervös. Der heimische Leitindex ATX kletterte trotzdem um 0,5 Prozent auf 6.396,80 Punkte. Der ATX Prime stieg um 0,47 Prozent auf 3.151,55 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.
"Wer derzeit an den Märkten nach Orientierung sucht, findet vor allem neue Fragezeichen", kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Für Verunsicherung sorgen aktuell Nachrichten zum Iran-Krieg. Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran kündigte US-Außenminister Marco Rubio weitere Maßnahmen gegen den Iran an, weil dieser nach seinen Worten unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz angreift. Allerdings gibt es erstmals seit Tagen auch wieder Zeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung. So erhielt der Iran eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen.
Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen im Jemen verhängten nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese gelte ab sofort, teilte der Militärsprecher der Houthi im Fernsehen mit. Die Meldung sorgte zuletzt wieder für Auftrieb bei den Ölpreisen.
Mit Blick auf die Einzelwerte hob die Berenberg Bank ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Frequentis von 89,0 auf 91,0 Euro an. Die Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Technologieunternehmens wurde von Analyst Wolfgang Specht bestätigt. Grund dafür sei ein hohes Wachstum bei Bestellungen (+17 Prozent) und Umsatz (+44 Prozent) in den vorläufigen Daten des ersten Halbjahres, so der Analyst. Dies gelang trotz anhaltender Probleme in der Lieferkette und dem Konflikt in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika, Anm.), die die Projektabwicklung beeinträchtigen würden. Die Bank geht davon aus, dass das Unternehmen weitere Fortschritte in neuen Produktklassen erzielen und eine Reihe von Modernisierungsprojekten in den USA durchführen werde. Die Frequentis-Aktie schloss mit einem deutlichen Plus von 6,08 Prozent bei 71,50 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der heimischen Erste Group. Das Kursziel wurden von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner von 121,0 auf 125,0 Euro erhöht. Für die bevorstehenden Ergebnisse der Erste Group für das 2. Quartal 2026 erwarten die Deutsche-Bank-Experten eine solide operative Entwicklung, gestützt durch einen voraussichtlich gegenüber dem Vorquartal weiter steigenden Zinsüberschuss, der durch ein robustes Kreditwachstum sowie im Vergleich zum Vorquartal relativ stabile Provisionserträge und Kostenentwicklungen getragen wird. Die Bank-Aktie stieg um 0,81 Prozent auf 112,60 Euro.
Zudem legten weitere schwer gewichtete Bankwerte am Montag zu. BAWAG gewannen 1,45 Prozent, RBI 0,85 Prozent. Gesucht waren zu Wochenbeginn auch Energiewerte. Verbund verteuerten sich um 2,05 Prozent, EVN um 1,26 Prozent. Von gestiegenen Ölpreisen profitierten die OMV-Aktien (+1,7 Prozent).
Im prime market legten Zumtobel um 4,87 Prozent zu. FACC stiegen um 2,05 Prozent.
Verluste gab es für die Bauwerte Wienerberger (-2,79 Prozent) und Porr (-1,03 Prozent). Lenzing gaben um 1,37 Prozent nach. Rosenbauer verloren im prime market 3,3 Prozent.
rst/mik
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