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Wiener Börse (Mittag) - ATX fällt um 0,14 Prozent

20.07.2026, 13:08:00

Iran-Krieg weiter im Fokus - Bau- und Energiewerte gesucht

Die Wiener Börse hat am Montag zu Mittag mit leichten Verlusten tendieren. Die Sorge vor einem umfassenderen Iran-Krieg und Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz belasten die Aktienmärkte. Der heimische Leitindex ATX fiel um 0,14 Prozent auf 6.355,92 Punkte. Der ATX Prime gab um 0,10 Prozent auf 3.133,82 Zähler nach.

Nach einer weiteren Nacht mit gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampfflugzeuge in die Konfliktregion. US-Außenminister Marco Rubio kündigte weitere Maßnahmen gegen den Iran an, weil dieser nach seinen Worten unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz angreift. "Solange der Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen." Die USA blieben jedoch stets offen für eine diplomatische Lösung, so Rubio.

Unterdessen hat der Iran eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete.

Wie auch auf dem Wiener Aktienmarkt gab es am Vormittag ein Auf und Ab bei den Ölpreisen. Diese waren im frühen Handel gestiegen, gaben aber zuletzt die Gewinne wieder ab.

Mit Blick auf die Einzelwerte hob die Berenberg Bank ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Frequentis von 89,0 auf 91,0 Euro an. Die Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Technologieunternehmens wurde von Analyst Wolfgang Specht bestätigt. Grund dafür sei ein hohes Wachstum bei Bestellungen (+17 %) und Umsatz (+44 %) in den vorläufigen Daten des ersten Halbjahres, so der Analyst. Dies gelang trotz anhaltender Probleme in der Lieferkette und dem Konflikt in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika, Anm.), die die Projektabwicklung beeinträchtigen würden. Die Bank geht davon aus, dass das Unternehmen weitere Fortschritte in neuen Produktklassen erzielen und eine Reihe von Modernisierungsprojekten in den USA durchführen werde. Die Frequentis-Aktie notierte am Vormittag mit einem Plus von 4,3 Prozent bei 70,30 Euro.

Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der heimischen Erste Group. Das Kursziel wurden von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner von 121,0 auf 125,0 Euro erhöht. Für die bevorstehenden Ergebnisse der Erste Group für das 2. Quartal 2026 erwarten die Deutsche-Bank-Experten eine solide operative Entwicklung, gestützt durch einen voraussichtlich gegenüber dem Vorquartal weiter steigenden Zinsüberschuss, der durch ein robustes Kreditwachstum sowie im Vergleich zum Vorquartal relativ stabile Provisionserträge und Kostenentwicklungen getragen wird. Die Bank-Aktie stieg um 0,27 Prozent auf 112,00 Euro.

Gesucht waren Bauwerte. Palfinger gewannen 1,41 Prozent, Strabag 0,82 Prozent. Zudem stiegen die Energiewerte Verbund und EVN um knapp ein Prozent. OMV-Aktien legten um 0,73 Prozent zu.

Verluste gab es erneut für die AT&S-Aktien, die 2,47 Prozent verloren. Lenzing gaben um 2,34 Prozent nach.

rst/ger

 ISIN  AT0000999982


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