Wiener Börse (Eröffnung) - ATX legt um 0,11 Prozent zu
Sorge vor einem noch umfassenderen Iran-Krieg wächst - Neue Analysen zu Frequentis und Erste Group
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Details zu Analysen und Einzelwerten ---------------------------------------------------------------------
Die Wiener Börse hat am Montagvormittag mit Gewinnen tendiert. Nach Verlusten zum Sitzungsauftakt drehten die Kurse leicht ins Plus. Während sich die Streitkräfte der USA und des Iran in einer weiteren Nacht gegenseitig attackieren, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Der heimische Leitindex ATX legte rund 1,5 Stunden nach dem Handelsstart um 0,11 Prozent auf 6.372,20 Punkte zu. Der ATX Prime stieg um 0,09 Prozent auf 3.139,58 Zähler.
Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampfflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Iran auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormuz zu unterbinden, bombardierte das US-Militär Ziele im Iran. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten allerdings, zwei Öltanker seien auf der Südroute durch die Meerenge gesprengt worden. Sie seien nun manövrierunfähig.
Die Ölpreise stiegen zunächst im frühen Handel wegen des sich weiter verschärfenden Iran-Kriegs. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 Dollar. Zuletzt gab der Brent-Ölpreis aber nach und fiel auf 86,16 Euro.
Mit Blick auf die Einzelwerte hob die Berenberg Bank ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Frequentis von 89,0 auf 91,0 Euro an. Die Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Technologieunternehmens wurde von Analyst Wolfgang Specht bestätigt. Grund dafür sei ein hohes Wachstum bei Bestellungen (+17 %) und Umsatz (+44 %) in den vorläufigen Daten des ersten Halbjahres, so der Analyst. Dies gelang trotz anhaltender Probleme in der Lieferkette und dem Konflikt in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika, Anm.), die die Projektabwicklung beeinträchtigen würden. Die Bank geht davon aus, dass das Unternehmen weitere Fortschritte in neuen Produktklassen erzielen und eine Reihe von Modernisierungsprojekten in den USA durchführen werde. Die Frequentis-Aktie notierte am Vormittag mit einem Plus von 3,41 Prozent bei 69,70 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der heimischen Erste Group. Das Kursziel wurden von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner von 121,0 auf 125,0 Euro erhöht. Für die bevorstehenden Ergebnisse der Erste Group für das 2. Quartal 2026 erwarten die Deutsche-Bank-Experten eine solide operative Entwicklung, gestützt durch einen voraussichtlich gegenüber dem Vorquartal weiter steigenden Zinsüberschuss, der durch ein robustes Kreditwachstum sowie im Vergleich zum Vorquartal relativ stabile Provisionserträge und Kostenentwicklungen getragen wird. Die Bank-Aktie stieg um 0,54 Prozent auf 112,30 Euro.
Gesucht waren Bauwerte. Palfinger gewannen 2,35 Prozent, Strabag 0,94 Prozent. Zudem stiegen die Energiewerte Verbund und EVN jeweils um gut ein Prozent.
Verluste gab es erneut für die AT&S-Aktien, die 3,09 Prozent verloren. Lenzing gaben um 2,15 Prozent nach.
rst/ger
ISIN AT0000999982
Preisinformation
Austrian Traded Index in EURWeitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
