Wiener Börse (Schluss) - ATX verliert 0,18 Prozent
Überwiegend negatives europäisches Börsenumfeld - Positiv aufgenommene Zahlenvorlagen von Bajaj Mobility und Zumtobel - AT&S-Aktie tiefer nach bisherigem Höhenflug im Jahr 2026
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Die Wiener Börse hat am Donnerstag den Handel mit einer leichteren Tendenz beendet. Der ATX gab zum Sitzungsende 0,18 Prozent auf 6.459,67 Punkte ab, nachdem der heimische Leitindex im Verlauf noch tiefer im negativen Terrain tendiert hatte. Die europäischen Leitbörsen schlossen mehrheitlich im Minus.
Nachrichten aus dem Nahen Osten sind aktuell der Haupttreiber an den internationalen Finanzmärkten, schrieben die Helaba-Analysten. So gibt es die berechtigte Sorge, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Lösung des Konflikts endgültig scheitern. Die Ölpreise sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen, was auch mit der erneuten US-Blockade iranischer Häfen zu erklären ist, hieß es weiter von den Experten.
Am heimischen Aktienmarkt rückten auf Unternehmensebene Bajaj Mobility und Zumtobel mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Die Bajaj Mobility, früher Pierer Mobility, hat ihren Umsatz weiter gesteigert. Im zweiten Quartal lag der Umsatz des Motorradherstellers bei 370 Mio. Euro nach 330 Mio. im ersten Quartal und 231 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode, wie die KTM-Mutter mitteilte. Im gesamten ersten Halbjahr lag der Umsatz der Motorradsparte bei 700 Mio. und damit in etwa doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2025 (373 Mio). Die Bajaj-Titel reagierten auf die Zahlenvorlage mit einem Kursplus von 4,1 Prozent.
Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2025/26 zwar einen moderaten Umsatzrückgang, aber einen massiven Ergebniseinbruch verzeichnet. Unterm Strich belief sich der Nettogewinn auf 1 Mio. Euro, nach 15,5 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Daher wird der Vorstand den Aktionären vorschlagen, auf die Dividende zu verzichten. Die präsentierten Zumtobel-Jahresergebnisse entsprachen laut Erste Group-Analysten den vorläufigen Zahlen und die Experten bewerteten die Vorlage als weitgehend kursneutral. Die Aktie des Leuchtenherstellers kletterten zum Sitzungsende nach einem unspektakulärem Handelsverlauf um deutliche 7,8 Prozent nach oben.
Die Verbund-Aktie legte nach den deutlichen Vortagesabschlägen um 1,1 Prozent auf 58,55 Euro zu. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihre Empfehlung "Sell" für die Aktien des heimischen Energieversorgers bestätigt. Das Kursziel von 55 Euro blieb ebenfalls unverändert.
Deutlich tiefer präsentierte sich im Technologiebereich die Aktie von AT&S mit einem Abschlag von drei Prozent. Seit dem Jahresauftakt liegen die Papiere des Leiterplattenherstellers aber noch beachtliche mehr als 430 Prozent im Plus. Am Berichtstag standen die Papiere von Chipherstellern im Zuge von Gewinnmitnahmen international merklich unter Verkaufsdruck.
Die Titel der Raiffeisen Bank International (RBI) fielen um 1,3 Prozent. Die RBI hat die Mindestannahmequote von 55 Prozent bei der geplanten Übernahme von der Addiko Bank überschritten. Die Addiko-Titel tendierten unverändert.
ste/mik
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Quelle: APA
