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Wiener Börse schwächer im Frühhandel - ATX minus 0,42 Prozent

16.07.2026, 10:09:00

Europäisches Börsenumfeld ebenfalls im Minus

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Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel mit einer schwächeren Tendenz präsentiert. Der ATX gab bis 9.50 Uhr um 0,42 Prozent auf 6.444,27 Punkte ab. An den europäischen Leitbörsen gab es ebenfalls negative Vorzeichen zu sehen. Leicht positive Vorgaben hatte am Vorabend hingegen die Wall Street geliefert.

Nachrichten aus dem Nahen Osten sind aktuell der Haupttreiber an den internationalen Finanzmärkten, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. So gibt es die berechtigte Sorge, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Lösung des Konflikts endgültig scheitern. Die Ölpreise sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen, was auch mit der erneuten US-Blockade iranischer Häfen zu erklären ist, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Aktienmarkt rückten auf Unternehmensebene Bajaj Mobility und Zumtobel mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Die Bajaj Mobility, früher Pierer Mobility, hat ihren Umsatz weiter gesteigert. Im zweiten Quartal lag der Umsatz des Motorradherstellers bei 370 Mio. Euro nach 330 Mio. im ersten Quartal und 231 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode, wie die KTM-Mutter mitteilte. Im gesamten ersten Halbjahr lag der Umsatz der Motorradsparte bei 700 Mio. und damit in etwa doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2025 (373 Mio). Die Bajaj-Titel reagierten auf die Zahlenvorlage mit plus 2,1 Prozent.

Die präsentierten Zumtobel-Jahresergebnisse entsprachen laut Erste Group-Analysten den vorläufigen Zahlen und die Experten bewerteten die Vorlage als weitgehend kursneutral. Die Aktie des Leuchtenherstellers gab 1,6 Prozent nach.

Zudem hat die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) im Bieterkampf um die Addiko Bank Zeit gewonnen. Nachdem sie unlängst ihre Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent auf 50 Prozent plus eine Aktie gesenkt hat, wird nun die Annahmefrist auf 29. Juli verlängert. Die NLB bietet 37,00 Euro je Addiko-Aktie und übertrifft das Angebot der konkurrierenden Raiffeisen Bank International (RBI) von 26,50 Euro um 10,50 Euro und damit in Summe um etwas mehr als 200 Mio. Euro. Zuletzt notierte die Addiko-Aktie an der Wiener Börse bei 27,00 Euro. Die RBI-Titel fielen um ein Prozent.

Deutlich tiefer präsentierte sich im Technologiebereich die Aktie von AT&S mit einem Abschlag von 4,8 Prozent. Seit dem Jahresauftakt liegen die Papiere des Leiterplattenherstellers aber noch beachtliche mehr als 430 Prozent im Plus.

ste/ger

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