Österreichische Staatsanleihen grenzen Verluste nach US-Daten ein
Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg um 2 Basispunkte auf 3,32 Prozent
Belastet wurden die Anleihen im Frühhandel von den jüngsten Eskalationen im Iran-Konflikt und den dadurch ausgelösten Ölpreisanstiegen. Diese schürten die Ängste vor höherer Inflation und gegensteuernden Zinserhöhungen der Notenbanken. Nach den am Nachmittag gemeldeten US-Inflationsdaten konnten die Anleihen ihre Verluste aber wieder etwas eingrenzen. Die Inflationszahlen waren überraschend glimpflich ausgefallen und linderten damit die Zinsängste.
Die US-Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet. Die sogenannte Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel sank ebenfalls im vergangenen Monat - und zwar auf 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai. "Die Daten stützen unsere Ansicht, dass die Inflation nachlässt und die US-Notenbank daher die Leitzinsen entgegen den Markterwartungen nicht anhebt", schreiben die Ökonomen der Commerzbank in einer Reaktion auf die Zahlen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,79 2,76 0,03 7 5 Jahre 2,97 2,95 0,02 15 10 Jahre 3,34 3,32 0,02 27 30 Jahre 3,91 3,91 0,00 29
mik/spa
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Quelle: APA
