Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,4 Prozent, Ölpreise belasten
Ölpreisanstiege nach neuerlicher Iran-Eskalation schürten Inflationsängste - Energiewerte gut gesucht - Impulse von US-Daten am Nachmittag erwartet
Gut gesucht waren angesichts der höheren Ölpreise die Energiewerte. Aktien des Ölkonzerns OMV stiegen um 1,2 Prozent. Die Stromversorger EVN und Verbund legten an der Börse 0,5 bzw. 1,2 Prozent zu.
Unterschiedlich entwickelten sich die Bankschwergewichte. Aktien der RBI waren mit einem Plus von 2,6 Prozent die größten Gewinner im ATX. Schwach zeigten sich hingegen Erste Group und BAWAG mit Kursverlusten von 1,7 Prozent bzw. 1,6 Prozent.
Schlusslicht im ATX waren die Aktien der UNIQA mit einem Minus von 1,8 Prozent. Unter den größeren Verlierern fanden sich auch die Titel des Airline-Caterers Do&Co mit einem Minus von 2,7 Prozent. Europaweit gaben Aktien mit einem Bezug zur Reisebranche deutlich nach.
Die Aktien des Flughafen Wien verloren nach Meldung von Passagierzahlen 0,7 Prozent. Der Airport verzeichnete im Juni einen Passagierrückgang von 5,9 Prozent auf 2.832.434 Reisende. "Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Reduktion des Low-Cost-Carrier-Angebots und die reduzierten Flugverbindungen angesichts der nach wie vor anhaltenden Krise im Nahen und Mittleren Osten", so der Flughafen. Die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe - Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice - erhöhte das Passagieraufkommen im Juni 2026 um 0,2 Prozent auf 4.039.311 Passagiere.
Impulse für den Aktienhandel könnte am Nachmittag noch die Veröffentlichung von Daten zu den US-Großhandelspreisen bringen. "Bei diesen wirkt die zwischenzeitliche Entspannung am Persischen Golf deutlich entlastend", schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Entlastung an den Tankstellen dürfte auch den Verbraucherpreisindex nach unten drücken. Die Kerninflation bleibe aber weiter hoch, die Erwartung einer strafferen Geldpolitik scheine damit gerechtfertigt, so die Experten.
mik/prtas
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Quelle: APA
