Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben weiter nach
Brent bei 75,59 US-Dollar - Goldpreis gibt wieder etwas nach
Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Katar, Pakistan und andere regionale Vermittler bemühen sich nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" darum, die Spannungen abzubauen und die Verhandlungen über ein Atomabkommen wiederzubeleben. In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Begründet wurde dies mit Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz, für die die USA Teheran verantwortlich machten. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss.
Infolge der wieder aufflammenden Kämpfe ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge von Hormuz deutlich zurückgegangen. Händler achten nun auf Fördermengen und Ausfuhren von Produzenten am Persischen Golf wie Saudi-Arabien, das in Kürze seine monatlichen Lieferzuteilungen an Kunden veröffentlichen will. Zudem rückt der am Freitag erwartete Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) in den Fokus.
"Der Markt scheint die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran eher als Belastung für den Waffenstillstandsprozess denn als vollständigen Zusammenbruch zu sehen", sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege der ING Groep in Singapur der Nachrichtenagentur Bloomberg. Berichte über anhaltende Gespräche zwischen Washington und Teheran würden zudem helfen, den Markt zu beruhigen, da die Diplomatie weiter als bevorzugter Weg gelte.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt leicht gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 76,25 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 77,96 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab wieder etwas nach. Am Freitagvormittag wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.109,80 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,34 Prozent weniger als am Vorabend.
rst/ger
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Quelle: APA
