RAG vergrößert Wasserstoff-Elektrolyseur in Oberösterreich
Von 2,5 auf 15 Megawatt (MW)
Der Elektrolyseur wird laut RAG Österreichs größte Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff - allerdings nicht lange, denn die OMV baut in Niederösterreich eine Wasserstoffproduktion mit einer Leistung von 140 MW, die ihren Betrieb bis Ende 2027 aufnehmen soll. Mit grünem Wasserstoff soll unter anderem überschüssiger Strom, etwa aus Photovoltaikanlagen im Sommer, speicherbar gemacht werden. Bei der Umwandlung in Wasserstoff geht Energie verloren, der Wirkungsgrad liegt aktuell etwa bei 60 bis 80 Prozent, moderne Anlagen streben auch höhere Werte an. Wird der Wasserstoff dann wieder rückverstromt, geht erneut viel Energie verloren.
Industrielle Nutzung
Der wirtschaftlichere Weg ist daher, den Wasserstoff direkt zu nutzen. In der Industrie kann grüner Wasserstoff fossile Energieträger ersetzen. So plant etwa der Linzer Stahlkonzern voestalpine eine etappenweise Umstellung seiner Hochöfen. Aktuell zählt das Unternehmen zu den größten CO2-Emittenten des Landes, bis 2050 soll die Stahlproduktion mit Hilfe von grünem Wasserstoff klimaneutral werden.
Die Produktion von grünem Wasserstoff steht derzeit noch relativ am Anfang und ist daher mit hohen Kosten verbunden. Die größten Faktoren sind dabei die Kosten für den notwendigen erneuerbaren Strom und die hohen Investitionskosten. Technologischer Fortschritt und Skaleneffekte könnten die Kosten in den kommenden Jahren aber stetig sinken lassen.
cgh/kre
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