Wiener Aktienmarkt vorbörslich wenig verändert erwartet
Fokus verschiebt sich von Iran-Krieg auf Konjunktur- und Inflationsdaten
Der Iran-Krieg wirft weiterhin seinen Schatten auf den Aktienmarkt. Nach gegenseitigen Angriffen am Wochenende vereinbarten die USA und der Iran laut US-Medien einen Stopp der Kämpfe und einen Verhandlungstermin für Dienstag. Die beiden Seiten würden "vorerst zurückstecken" und hätten vereinbart, sich in der katarischen Hauptstadt Doha zu weiteren Gesprächen zu treffen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Regierungsvertreter in Washington. Auch das US-Nachrichtenportal Axios zitierte zwei US-Regierungsvertreter, die dies bestätigten. Die Schiffe in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormuz könnten sich nun wieder frei bewegen, sagte einer der Regierungsvertreter.
Da die Verhandlungen weiterlaufen, können die Marktteilnehmer laut Helaba ihren Fokus zunächst auf Konjunktur- und Inflationsdaten richten. In dieser Woche stehen zahlreiche Veröffentlichungen an. Der Preisdruck dürfte im Juni nicht größer geworden sein, denn die Benzin- und Dieselpreise seien im Vergleich zum Mai gesunken, hieß es.
Unternehmensseitig sind zum Wochenbeginn kaum Impulse zu erwarten. Am Freitag war der heimischen Leitindex unter Druck geraten, da weltweite Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und Bedenken hinsichtlich überhöhter Bewertungen die Stimmung belasteten, wie die Erste Group schrieb.
Am Freitag hatte der ATX um 1,27 Prozent tiefer auf 6.406,17 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner und -verlierer im prime market am Freitag:
Agrana 1,73 % 11,75 Euro
CPI Europe 1,70 % 15,54 Euro
CA Immo 1,07 % 23,60 Euro
Frequentis -4,09 % 63,30 Euro
Telekom Austria -3,55 % 9,78 Euro
AT&S -3,40 % 193,20 Euro
rst/moe
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Quelle: APA
