Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis auf Tief seit Anfang März
Talfahrt wird fortgesetzt - Brent-Preis sinkt um weitere 1,8 Prozent
Mittlerweile wird Rohöl der Sorte Brent nur noch knapp über dem Niveau gehandelt, das vor dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar herrschte. Zuletzt hatten Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise belastet. Zudem passieren immer mehr Handelsschiffe die Straße von Hormuz und ermöglichen so den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf.
Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat mitgeteilt, dass sie Sicherheitsgarantien erhalten habe, die es Hunderten von Schiffen ermöglichen, den Persischen Golf zu verlassen. Die Straße von Hormuz ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für die Lieferung von Rohöl. Die Blockade der Meerenge infolge des Iran-Kriegs hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.
Rohstoffexperten vom US-Handelshaus Enverus rechnen in den kommenden Tagen nicht mehr mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Ölpreise. Sie erwarten vielmehr eine Bodenbildung bei der Notierung für Öl der Sorte Brent im Bereich von 75 Dollar.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 80,26 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 1,33 Dollar weniger als am Montag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab am Mittwoch erneut nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) mit 4.068,98 US-Dollar gehandelt, das ist 1,02 Prozent weniger als am Montag.
ste/moe
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Quelle: APA
