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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX konsolidiert weiter nach Rekordhoch

19.06.2026, 14:20:00

Großer Verfall an den Terminbörsen - Nahost-Unsicherheit bleibt trotz Rahmenabkommen

Der Wiener Aktienmarkt hat seine jüngste Konsolidierung am Freitag fortgesetzt, wobei sich die Kursschwäche im Verlauf etwas verschärfte. Der ATX fiel bis zum frühen Nachmittag um 0,57 Prozent auf 6.490,12 Punkte. Am Donnerstag hatte der Leitindex noch im frühen Handel ein Rekordhoch bei knapp 6.572 Zählern aufgestellt, letztlich aber mit Abgaben geschlossen. Auf Wochensicht deutet sich dennoch ein starkes Plus von 3,7 Prozent an.

Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,55 Prozent auf 3.193,41 Zähler hinab. Eine ähnlich verhaltene Entwicklung gab es im europäischen Umfeld.

Nach der Freude über den ersten Durchbruch im Nahen Osten herrscht über den weiteren Verlauf Unsicherheit. Das Iran-Rahmenabkommen ist zwar unterschrieben und Öl soll wieder durch die Straße von Hormuz gelangen. Für Freitag anberaumte weiterführende Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden jedoch abgesagt, was den Ölpreisen wieder etwas Auftrieb gab. Hintergrund waren neue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Während das Geschäft an den US-Börsen vor dem Wochenende feiertagsbedingt ruhen wird, könnte diesseits des Atlantiks der große Verfall an den Terminbörsen für erhöhte Volatilität sorgen. Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig.

Gebremst wurde der ATX von den Schwergewichten aus dem Bankensektor. Erste Group und RBI gaben jeweils bis zu 1,4 Prozent nach. OMV und Verbund erholten sich dagegen jeweils um 0,8 Prozent. AT&S setzten ihren Rekordlauf zunächst fort, rutschten aber zuletzt wieder 1,6 Prozent ins Minus.

Bei Zumtobel bestätigte die Erste Group ihre Halteempfehlung, senkte aber das Kursziel von 5,4 auf 4,8 Euro. Die Hinabsetzung sei in erster Linie auf niedrigere Gewinnprognosen zurückzuführen, die eine schwächere Umsatzentwicklung und höhere Restrukturierungskosten als zuvor angenommen widerspiegeln würden, schrieb Analyst Michael Marschallinger. Die Aktien verloren 2,4 Prozent auf 4,30 Euro.

spa/ste

 ISIN  AT0000999982


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