Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise steigen wieder
Keine USA-Iran-Gespräche in der Schweiz - Goldpreis fällt
Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges ist inzwischen wieder unklar, wie es weitergeht. Vorgesehen war, dass Delegationen beider Länder am Freitag in der Schweiz zu Gesprächen zusammenkommen. US-Vizepräsident JD Vance werde jedoch nicht fliegen, sagte ein Regierungsbeamter in Washington. Ob oder wann die Reise stattfindet, blieb zunächst offen. Gleiches gilt für die iranische Seite. Die Schweizer Regierung sagte die erste Gesprächsrunde zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens in der Früh ab. Gründe dafür wurden nicht genannt.
Inzwischen hoben die USA nach Militärangaben ihre wochenlange Seeblockade iranischer Häfen auf. Das Abkommen sieht im Gegenzug eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormuz vor, die für den Öl- und Gastransport äußerst wichtig ist und seit Monaten blockiert war. Bisher verläuft der Schiffsverkehr dort jedoch weiterhin nur verhalten.
Im Rahmenabkommen ist festgelegt, dass der Iran in Absprache mit dem Anrainerstaat Oman nach 60 Tagen kostenfreien Schiffsverkehrs die Regeln für weitere Durchfahrten neu definieren kann. Dieser Aspekt könnte für Streit sorgen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 82,52 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 83,74 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.148,94 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,43 Prozent weniger als am Vorabend.
spa/rst
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Quelle: APA
