Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet
ATX konsolidiert weiter Rekordhoch - Großer Verfall an den Terminbörsen
Anleger müssen das Gesamtpaket der jüngsten Geschehnisse erst einmal verdauen. Das Iran-Abkommen ist unterschrieben, Öl soll wieder durch die Straße von Hormuz gelangen und die Erwartungen an eine US-Zinserhöhung steigen. Ob das alles so kommt und bleibt, muss sich zeigen. Die Vorgaben sind zu Wochenschluss nicht eindeutig, denn in Asien konnten wichtige Börsen in Japan und Südkorea den Kursgewinnen an der New Yorker Nasdaq nicht folgen. Neue Impulse aus den USA wird es am Freitag wegen des dort verlängerten Wochenendes nicht geben. Der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners rechnet deshalb auch in Europa mit reduzierten Umsätzen, die den Markt anfälliger für Schwankungen machten.
Zu solchen Schwankungen beitragen könnte auch der am Mittag anstehende Verfall an den Terminbörsen. Dann laufen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes aus, was zumindest für gewisse Volatilität sorgen könnte.
Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig. Bei Zumtobel bestätigte die Erste Group ihre Halteempfehlung, senkte aber das Kursziel von 5,4 auf 4,8 Euro. Die Senkung des Kursziels sei in erster Linie auf niedrigere Gewinnprognosen zurückzuführen, die eine schwächere Umsatzentwicklung und höhere Restrukturierungskosten widerspiegeln als zuvor angenommen, schrieb Analyst Michael Marschallinger.
Am Donnerstag hatte der ATX um 0,63 Prozent schwächer bei 6.527,41 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:
AT&S +5,61% 226,00 Euro Lenzing +4,13% 29,00 Euro Flughafen Wien +2,22% 50,60 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:
Schoeller-Bleckmann -6,12% 31,45 Euro voestalpine -3,45% 44,80 Euro Strabag -2,81% 90,00 Euro
spa/rst
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Quelle: APA
