Wiener Börse im Frühhandel sehr fest - ATX plus 2,4 Prozent
Heimischer Leitindex weiter in Rekordlaune - Einigung zwischen den USA und dem Iran sorgt für Auftrieb - AT&S mit Kurssprung
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Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag mit klaren Kurszuwächsen in die neue Handelswoche gestartet. Angetrieben vor allem von der Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges konnte der heimische Leitindex ATX um 2,44 Prozent auf 6.411,18 Punkte klettern und zeigte sich damit weiter in Rekordlaune. Für den ATX Prime ging es um 2,41 Prozent auf 3.160,08 Zähler nach oben.
Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich nach starken Vorgaben der Asien-Märkte einheitlich klar im Plus. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärte US-Präsident Donald Trump. Die Sperrung der Straße von Hormuz für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Am Freitag solle das Abkommen in Genf unterzeichnet werden.
"Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen", schrieb der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler.
Die Ölpreise sind infolge der Einigung deutlich gefallen und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern, hieß es von einem Marktbeobachter.
Unter den heimischen Einzelwerten zeigten sich die Anteilsscheine von AT&S mit einem Kurssprung um gut 22 Prozent. Klar fester mit einem Anstieg um knapp sieben Prozent präsentierten sich auch FACC. DO&CO konnten gut sechs Prozent zulegen. Aktien aus den Sektoren Tourismus- und Luftfahrt zählten europaweit zu den größten Gewinnern.
Bei Öl- und Rüstungswerten sorgte der mögliche Frieden im Iran hingegen für einen Dämpfer. In Wien rutschten OMV um gut vier Prozent ab.
Unter den im ATX schwer gewichteten Bankaktien konnten BAWAG, Erste Group und Raiffeisen Kursgewinne zwischen 1,8 und 3,0 Prozent vorweisen.
ger/moe
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Quelle: APA
