Rohstoffe (Früh) - Ölpreise sinken weiter
Trump sieht Iran-Deal nah - Teheran dementiert - Goldpreis gibt Erholungsgewinne ab
Am Donnerstag war Rohöl der Sorte Brent noch bei knapp 95 Dollar gehandelt worden, bevor US-Präsident Donald Trump den zuvor angekündigten Angriff auf den Iran abgesagt hatte. Zudem stellte Trump einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht, was die Ölpreise deutlich unter Verkaufsdruck setzte. Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi.
Bereits seit Wochen verhandeln Vertreter aus Washington und Teheran über ein dauerhaftes Ende des Krieges. Seit gut zwei Monaten gilt eine brüchige Waffenruhe. Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Ende Februar hatte der Iran-Krieg mit Angriffen der USA und Israel begonnen.
Nach Einschätzung von Analysten des in Chicago ansässigen Hedgefonds Karobaar Capital setzt der Markt zunehmend darauf, dass beide Seiten durch ein Scheitern mehr zu verlieren haben als durch einen Kompromiss. Investoren würden demnach ein Scheitern der Verhandlungen nicht mehr als das wahrscheinlichste Szenario ansehen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 98,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 97,18 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab einen Teil der Erholungsgewinne vom Vorabend ab. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.177,11 US-Dollar gehandelt und damit 0,76 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag.
spa/rst
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Quelle: APA
