Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert ein Prozent
Negatives europäisches Börsenumfeld mit neuen Spannungen im Nahost-Konflikt
Die verschärfte Lage im Nahost-Konflikt sorgte bei den Anlegern international wieder für Zurückhaltung. Die Anleger reagierten nervös auf Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump. Aus seiner Sicht habe der Iran zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln. Jetzt müsse das Land "den Preis dafür zahlen", erklärte er. Der Ölpreis als Gradmesser für geopolitische Spannungen zog an.
Mit Spannung erwartet wird zudem die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 4,2 Prozent. Das wäre gleichbedeutend mit dem stärksten Preisanstieg seit mehr als zwei Jahren, hieß es von Expertenseite.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene weiterhin eine dünne Meldungslage vor. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat sich im Bieterkampf um die Addiko Bank bereits mehr als die Hälfte der Anteile gesichert. Bis Dienstagfrüh seien dem Institut Annahmeerklärungen für 50,42 Prozent der Aktien zugegangen. Die RBI-Titel sanken um 0,4 Prozent. Addiko-Papiere fielen um 1,5 Prozent.
Die schwergewichteten Branchenkollegen Erste Group und BAWAG zeigten sich mit minus 1,5 Prozent bzw. plus 0,1 Prozent mit verschiedenen Vorzeichen.
In einem schwachen Technologieumfeld fielen die AT&S-Titel um 1,2 Prozent. Seit dem Jahresauftakt haben die Papiere des steirischen Leiterplattenherstellers in Summe aber bereits um mehr als 320 Prozent gewonnen.
Verbund-Titel büßten 1,4 Prozent auf 58,80 Euro ein. Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Verkaufsempfehlung "Sell" für die Aktie des Stromversorgers. Auch das Kursziel in Höhe von 55 Euro wurde unverändert beibehalten. Gemäß der Analyse werden die Aussichten für den Wasserkraftbereich nicht besser. Bei der Deutsche Bank Research geht man davon aus, dass der Verbund noch vor der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse eine Gewinnwarnung aussprechen muss.
Deutlich tiefer zeigten sich auch die Schwergewichte OMV, voestalpine und Wienerberger mit Kursabschlägen zwischen 1,7 und drei Prozent.
ste/spa
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Quelle: APA
