Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,79 Prozent
Negatives europäisches Börsenumfeld mit neuen Spannungen im Nahost-Konflikt
Die verschärfte Lage im Nahost-Konflikt sorgte bei den Anlegern international wieder für Zurückhaltung. Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. "Immerhin haben die USA die Angriffe als Reaktion auf den gestrigen Hubschrauber-Abschuss für beendet erklärt, sodass Hoffnung auf eine Fortsetzung der Verhandlungen besteht", schrieben die Helaba-Analysten.
Mit Spannung erwartet wird nun die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 4,2 Prozent. Das wäre gleichbedeutend mit dem stärksten Preisanstieg seit mehr als 2 Jahren, hieß es von Expertenseite.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene weiterhin eine sehr dünne Meldungslage vor. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat sich im Bieterkampf um die Addiko Bank bereits mehr als die Hälfte der Anteile gesichert. Bis Dienstagfrüh seien dem Institut Annahmeerklärungen für 50,42 Prozent der Aktien zugegangen. Die RBI-Titel fielen um 0,2 Prozent. Addiko-Papiere wurden noch nicht gehandelt.
Die schwergewichteten Branchenkollegen Erste Group und BAWAG zeigten sich mit minus 0,8 Prozent bzw. plus 0,6 Prozent mit verschiedenen Vorzeichen.
In einem schwachen Technologieumfeld fielen die AT&S-Titel um 0,9 Prozent. Seit dem Jahresauftakt haben die Papiere des steirischen Leiterplattenherstellers in Summe aber bereits um mehr als 320 Prozent gewonnen.
Deutlich tiefer zeigten sich die Schwergewichte OMV, Verbund, voestalpine und Wienerberger mit Kursabschlägen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.
ste/moe
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Quelle: APA
