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Wirtschaftskammer streicht jeden vierten Job in Bundesorganisation

02.06.2026, 15:31:00

200 von 800 Jobs in Wien-Wieden bis Ende 2027 - Schultz: "Ziel ist moderne, schlagkräftige Interessenvertretung"

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKÖ), Martha Schultz, hat am Dienstag vor dem WKÖ-Präsidium ihren Plan konkretisiert, wie sie die angekündigten Einsparungen von 100 Mio. Euro jährlich ab 2030 umsetzen will. So wird, wie bereits kolportiert, auch in der Bundeskammer in Wien gespart. Dort werden 200 von 800 Stellen bis Ende 2027 abgebaut, hieß es aus der Kammer gegenüber der APA. Der Jobabbau geschehe schrittweise und in Abstimmung mit dem Betriebsrat.

Konkret geht es mit den 200 um ein Viertel der 800 Hausmitarbeiter (vollzeitäquivalent) der Bundeskammer auf der Wieden in Wien. Lehrlinge und Trainees sind nicht betroffen. Das gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den rechtlich selbstständigen Fachverbänden sowie Töchtern der WKÖ. Neben der Bundeskammer gibt es neun Länderkammern, die ebenfalls sparen müssen.

Schultz: "Ziel ist moderne, schlagkräftige Interessenvertretung"

Die WKÖ will den Abbauplan ihren Angaben zufolge sozial verträglich gestalten und die Mitarbeiter in der Phase bestmöglich unterstützen. Ressourcen sollen konsequent auf jene Aufgaben fokussiert werden, die unmittelbar zum Nutzen der Mitgliedsbetriebe beitragen und die Schlagkraft der Organisation stärken.

"Ziel ist eine moderne, schlagkräftige Interessenvertretung, die sich konsequent an den Anforderungen der Betriebe orientiert", so Schultz am Dienstag. "Wir bauen Doppelgleisigkeiten, Ineffizienzen und Unübersichtlichkeiten in der Organisation ab." Im Zuge der Neuaufstellung würden Strukturen vereinfacht, Leistungen gebündelt oder eingestellt bzw. woanders integriert.

phs/spo

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Quelle: APA