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Wiener Börse (Schluss) - ATX fällt um 1,2 Prozent

01.06.2026, 17:42:00

Iran setzt indirekte Verhandlungen mit USA aus - Ölpreise ziehen wieder deutlich an

Die Wiener Börse hat sich am Montag nach wenig ermunternden Nachrichten vom Iran-Krieg zum Handelsschluss mit Verlusten gezeigt. Der heimische Leitindex ATX sank zum Wochenauftakt um 1,2 Prozent auf 6.075,32 Punkte. Der ATX Prime verlor 1,17 Prozent auf 3.003,75 Zähler. Auch das europäische Umfeld zeigte sich durchwegs im roten Bereich. Die Ölpreise zogen im Gegenzug wieder deutlich an.

Teheran hat nach iranischen Agenturangaben die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete die Agentur Tasnim. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus." Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.

Die Ölpreise nahmen im Verlauf wieder Fahrt auf. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August stieg auf 97,55-Dollar. Das waren über 6 Prozent mehr als am Freitag. Die Inflationserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Euro-Ländern sind daher weiter hoch. Im Mittel rechneten die Menschen im April für die kommenden zwölf Monate mit einer Teuerungsrate von unverändert 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte.

Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen im Euroraum wuchs indes im April so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Sie erhöhte sich laut EZB um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März war das Plus noch bei 3,2 Prozent gelegen. Die Daten werden kurz vor einer in der kommenden Woche erwarteten Zinserhöhung durch die EZB veröffentlicht.

rst/ste

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