Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend mit Gewinnen
Hoffnung auf Fortschritte in Nahost-Verhandlungen
Für etwas Entlastung sorgte, dass die Ölpreise den Abwärtstrend der Vortage fortsetzten, wenn auch in gemächlichem Tempo. Am Markt wird auf Neuigkeiten zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gewartet. Zuletzt hatte die Meldung, dass eine Absichtserklärung zur Verlängerung der Waffenruhe kurz bevorstehe, die Hoffnungen auf eine längerfristige Entspannung im Nahen Osten geschürt. Am Rentenmarkt scheinen die Inflationssorgen an Dominanz verloren zu haben, schreiben die Marktbeobachter der Helaba vor diesem Hintergrund.
Inflationsdaten aus der Eurozone fielen inzwischen gemischt aus und gaben den Anleihenmärkten keine neue Richtung. Während sich der Preisdruck in Frankreich, Italien und Spanien im Mai verstärkte, kam es in Deutschland dank der benzinpreisdämpfenden Effekte des Tankrabatts zu einer rückläufigen Teuerung. Die Inflationsrate lag demnach bei 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im April. Ökonomen hatten eine unveränderte Jahresrate von 2,9 Prozent erwartet.
LBBW-Analyst Elmar Völker sprach mit Blick auf die deutschen Preisdaten von einem "Entspannungssignal, das jedoch trügerisch sein könnte." So dürfte sich der Preisdämpfer des Tankrabatts im Juli verflüchtigen, sofern die Regierung nicht nachlegt. Zudem drohe noch immer Ungemach durch Folgewirkungen des Iran-Kriegs auf Preissegmente jenseits der Energie, etwa bei den Nahrungsmitteln.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,59 2,59 0,00 3 5 Jahre 2,80 2,82 -0,02 14 10 Jahre 3,21 3,23 -0,02 25 30 Jahre 3,79 3,80 -0,01 27
spa/mik
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Quelle: APA
