Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nimmt wieder Kurs auf Rekordhoch
Hoffnung auf Fortschritte im Nahen Osten - UNIQA und CPI Europe mit Zahlen
Für den ATX Prime ging es zum Wochenausklang um 1,58 Prozent auf 3.034,69 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld nahmen die Aktienmärkte im Verlauf an Schwung auf. Die Ölpreise gaben im Gegensatz dazu nach.
Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.
Inflationsdaten aus der Eurozone fielen indes gemischt aus. In Deutschland kam es dank der benzinpreisdämpfenden Effekte des Tankrabatts zu einer rückläufigen Teuerung im Mai. In Frankreich, Italien und Spanien verstärkte sich der Preisdruck hingegen.
Unternehmensseitig standen in Wien vor dem Wochenende noch UNIQA und CPI Europe mit Zahlenvorlagen im Fokus. Anteilsscheine der UNIQA verzeichneten dabei einen Zuwachs von 2,2 Prozent. Der Versicherer steigerte Umsatz und Gewinn, wobei die verrechneten Prämien um deutliche 14 Prozent zulegten. Den Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Erste-Analyst Thomas Unger bezeichnete das Zahlenwerk in einer ersten Reaktion als "solide" und verwies auf das saisonal starke Rückversicherungssegment.
CPI-Aktien stiegen um 3,8 Prozent. Der Immobilienkonzern hat im ersten Quartal das Konzernergebnis - nicht zuletzt aufgrund von Bewertungen - mehr als verdoppelt. Das Ergebnis stieg auf 105,5 Mio. Euro, nach 47,5 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Unter den Schwergewichten legte Erste Group am stärksten um 2,3 Prozent zu. Ansonsten erholten sich EVN und VIG um jeweils zwei Prozent auf die negative Reaktion auf Zahlen vom Vortag. An die ATX-Spitze kletterten Porr mit plus 5,8 Prozent. Dahinter stiegen DO&CO angesichts der Entspannungssignale im Nahen Osten um 5,2 Prozent. AT&S markierte im Verlauf ein weiteres Rekordhoch und lag zuletzt zwei Prozent im Plus.
spa/mik
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Quelle: APA
