Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise legen wieder zu
Ölmarkt unter dem Eindruck der Iran-Verhandlungen - Goldpreis gibt moderat nach
Im Verlauf der Handelswoche ist es immer wieder zu kräftigen Preisschwankungen am Ölmarkt gekommen, die sich kurz vor dem Wochenende in etwas abgeschwächter Form fortgesetzt haben. Hintergrund sind die Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs und einer damit verbundenen Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormuz, die in den vergangenen Tagen für ein Wechselbad der Gefühle bei den Anlegern gesorgt haben.
Jüngste Aussagen aus den USA und dem Iran waren zum Teil widersprüchlich und ließen zentrale Streitpunkte offen. Es ist daher weiter unklar, ob sich beide Länder nach den erneuten Eskalationsdrohungen der vergangenen Tage einem Abkommen annähern können - eine Entwicklung, die die Ölpreise stark schwanken ließ.
"Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise zuletzt zwar wieder etwas unter Druck gesetzt, aber letztlich hat sich der Preis für Öl der Sorte Brent deutlich über 100 Dollar je Barrel etabliert", kommentierte die Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Die Anleger haben die weitere Entwicklung im Nahen Osten im Blick. Denn "je länger die Straße von Hormuz geschlossen bleibt, desto mehr muss auf die Lagerbestände zurückgegriffen werden", sagte Lambrecht.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 113,44 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 115,42 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.525,48 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,39 Prozent weniger als am Vorabend.
spa/rst
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Quelle: APA
