Österreichische Staatsanleihen im Späthandel etwas höher
Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um 6 Basispunkte auf 3,34 Prozent gefallen
Im Blickfeld standen enttäuschende Konjunkturdaten. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im wegen der Folgen des Iran-Kriegs weiter verschlechtert und hat im Mai den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Die von S&P Global erhobenen Einkaufsmanagerindizes sanken stärker als erwartet und signalisieren einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Besonders betroffen ist der Dienstleistungssektor, der unter den kriegsbedingt höheren Lebenshaltungskosten leidet.
Die am Donnerstag in Brüssel veröffentlichte Wirtschaftsprognose der EU-Kommission sagt zudem düstere Aussichten voraus: Für 2026 wird für die EU nur mehr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent gerechnet. Auch die Prognose für den Euroraum wird nach unten korrigiert, und zwar auf 0,9 Prozent im Jahr 2026. Österreich zählt mit einer Rate von 0,6 Prozent (wie Deutschland) erneut zu den Schlusslichtern: Nur Italien mit 0,5 und Rumänien mit 0,1 Prozent liegen noch dahinter.
Die für die EU prognostizierte Rate bedeutet eine Abwärtskorrektur um 0,3 Prozentpunkte gegenüber der Herbstprognose 2025 (1,4 Prozent).
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,66 2,71 -0,05 -1 5 Jahre 2,92 2,97 -0,06 12 10 Jahre 3,34 3,40 -0,06 25 30 Jahre 3,89 3,95 -0,06 28
ste/sto
Weitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
