Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis gibt weiter nach
Goldpreis mit leichten Rückgängen
Trump hatte erklärt, einen neuen Angriff auf den Iran zu verschieben - mit der Begründung, dass es ernsthafte Verhandlungen gebe. Er sprach von einer positiven Entwicklung, woraufhin die Ölpreise zeitweise deutlich unter Druck geraten sind.
Im Verlauf der Woche hatten mehrfach Meldungen über Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs die Ölpreise bewegt. Derzeit ist Rohöl der Sorte Brent mehr als 40 Prozent teurer als vor dem Iran-Krieg, der Ende Februar begonnen hatte.
Obwohl ein Ende des Iran-Kriegs die Ölpreise nach unten drücken werde, dürften die Folgen des Kriegs noch für längere Zeit Auswirkungen am Ölmarkt haben, warnte Joe DeLaura, globaler Energiestratege bei der Rabobank. Seiner Einschätzung nach dauert es bis zu 55 Tage, um Öl vom Persischen Golf an seinen Bestimmungsort zu transportieren. In dieser Zeit könnten die Lagerbestände von Industriestaaten auch nach einem Ende des Iran-Kriegs weiterhin abgebaut werden.
Selbst wenn der Konflikt mit dem Iran unverzüglich enden würde, würden sich die Öllieferströme aus dem Nahen Osten erst weit bis ins Jahr 2027 hinein vollständig erholen, prognostizierte Sultan Ahmed Al Jaber, Chef der staatlichen Ölgesellschaft der VAE. Die Sperrung der Straße von Hormuz sei die schwerwiegendste Versorgungsstörung, die jemals verzeichnet wurde, so Al Jaber.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt klar gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 115,42 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 2,71 Dollar weniger als am Dienstag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab am Donnerstagvormittag leicht nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.537,74 US-Dollar gehandelt, dass waren 0,14 Prozent weniger als am Vorabend.
ste/ger
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Quelle: APA
