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Ex-Chefinspektor Ott wegen Amtsmissbrauch und Spionage verurteilt

20.05.2026, 18:46:00

Ex-BVT-Chefinspektor wurden Amtsmissbrauch und nachrichtendienstliche Tätigkeiten zugunsten Russlands vorgeworfen - Urteilsverkündung noch in Gange

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Auch Schuldspruch wegen Spionage
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Der ehemalige Chefinspektor im mittlerweile aufgelösten Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Egisto Ott, ist am Wiener Landesgericht am Mittwoch von einem Geschworenengericht einstimmig wegen Amtsmissbrauchs und Spionage verurteilt worden. Die Urteilsverkündung ist noch im Gange. Ott soll unter anderem ohne dienstlichen Auftrag zahlreiche Personenabfragen gemacht haben.

Daten, Handys und Laptops über Marsalek nach Moskau

Egisto Ott wurde von der Staatsanwaltschaft angekreidet, im Interesse des russischen Geheimdienstes FSB ohne dienstlichen Auftrag wiederholt Personendaten abgefragt zu haben. Auch mehrere Diensthandys hochrangiger Beamter des Innenministeriums, die 2017 bei einem Bootsausflug in Tulln ins Wasser gefallen waren, sollen von Ott über den ehemaligen Wirecard-Manager Jan Marsalek den Weg zum FSB gefunden haben.

Damit nicht genug: Ott wird weiters beschuldigt, einen SINA-Laptop mit brisanten geheimdienstlichen Informationen eines EU-Staates Vertretern des russischen Geheimdienstes überlassen zu haben, wofür Ott 20.000 Euro erhalten haben soll. Darüber hinaus soll er nach dem sogenannten Berliner Tiergartenmord - ein russischer Geheimdienstagent hatte im August 2019 einen in Deutschland im Exil lebenden Tschetschenen erschossen - für den russischen Nachrichtendienst eine "Fehleranalyse" erstellt haben.

Gegen Ott und einen mitangeklagten Polizisten wird seit mittlerweile vier Monaten verhandelt. Beide Angeklagten bekannten sich sämtlicher wider ihnen erhobenen Vorwürfe unschuldig.

ji/sso/jog/cts


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Quelle: APA