Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis auf 110,30 Dollar gesunken
US-Angriff auf den Iran abgesagt - Goldpreis fällt auf 4.540,40 US-Dollar
Trump verzichtet nach eigenen Angaben vorerst auf einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump in den sozialen Medien. Allerdings haben mehrere Vertreter der von Trump aufgeführten Golfstaaten dem "Wall Street Journal" zufolge erklärt, ihnen sei der vom US-Präsidenten erwähnte angebliche Plan für einen Angriff auf den Iran nicht bekannt.
Für die weitere Entwicklung der Ölpreise dürfte entscheidend sein, ob und wie die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die nächste Phase erreichen. Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank überwiegt am Markt derzeit noch die Hoffnung, dass Trump zu ausreichenden Zugeständnissen bereit ist, um den Iran an den Verhandlungstisch zurückzubringen.
Sollten aber Fortschritte bei den Verhandlungen ausbleiben, "werden Schlagzeilen über fallende Ölbestände zunehmen", warnten die Experten der Dekabank. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur in ihrem jüngsten Monatsbericht auf einen deutlichen Rückgang der Ölreserven in großen Industrienationen wegen der Folgen des Iran-Kriegs und der Behinderung von Öltransporten durch die Straße von Hormuz hingewiesen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist wieder gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 118,30 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag hatte der Preis 116,87 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis ist wieder gefallen. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.540,40 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,57 Prozent mehr als am Montagabend.
moe
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Quelle: APA
