Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursgewinnen
Fokus auf Iran-Krieg
Die Märkte reagierten erneut auf Nachrichten im Iran-Krieg. Demnach gibt es Spekulationen auf eine Annäherung zwischen dem Iran und den USA. Ein iranisches Medienunternehmen berichtete, die Vereinigten Staaten hätten eine vorübergehende Aussetzung der Sanktionen gegen das iranische Öl vorgeschlagen. Dies war eine zentrale Forderung Teherans für die Zustimmung zu einem Friedensabkommen und die Wiederöffnung der Straße von Hormuz.
Zuvor hatte der starke Zinsanstieg für europäische Staatsanleihen die Europäische Zentralbank (EZB) umgetrieben. "Ich mache mir immer Sorgen, das ist mein Job", sagte dazu EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei ihrer Ankunft zu einem Treffen der G7-Finanzminister in Paris. Die Notenbanken könnten "deutlich mehr" tun, um die Finanzmärkte zu beruhigen und sie zu stützen, so der deutsche Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Auslöser für den Zinsanstieg waren Inflationsängste, die durch den anhaltenden Nahost-Konflikt und steigende Ölpreise geschürt wurden. Viele Euro-Staaten sind hoch verschuldet. Steigende Marktzinsen deuten darauf hin, dass sich die Kosten für neue Schulden deutlich erhöhen und damit den staatlichen Spielraum für Ausgaben einschränken könnten.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,68 2,73 -0,05 -2 5 Jahre 2,94 3,00 -0,06 10 10 Jahre 3,39 3,42 -0,03 25 30 Jahre 3,95 3,96 -0,01 28
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Quelle: APA
