Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert in trübem Umfeld
Verfahrene Lage in Nahost mit steigenden Ölpreisen belastet
Am frühen Nachmittag notierte der ATX 0,98 Prozent schwächer auf 5.863,58 Punkten, womit der Leitindex auf Wochensicht leicht nachgeben würde. Für den ATX Prime ging es um 0,97 Prozent auf 2.901,23 Zähler hinab. Damit entwickelte sich die hiesige Börse jedoch noch besser als viele andere europäische Handelsplätze.
Die Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten, soweit bisher bekannt, weder mit Blick auf Handelsfragen noch auf die verfahrene Situation im Nahen Osten Durchbrüche gebracht. Die Straße von Hormuz bleibt somit faktisch geschlossen und angesichts steigender Ölpreise gingen am Markt wieder Inflations- und Zinssorgen um. An den Anleihemärkten zogen die Renditen an.
Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage vor dem Wochenende ruhig. Als bester Wert im ATX gewannen die Titel des Ölfeldausrüsters SBO 1,3 Prozent, gestützt vom steigenden Ölpreis. OMV legten um 0,7 Prozent auf 62,10 Euro zu. Mit Blick auf den Ölkonzern bestätigten die Barclays-Analysten zwar ihre "Underweight"-Empfehlung und ihr Kursziel von 53 Euro, die Gewinnschätzungen wurden aber etwas nach oben angepasst.
Einen schweren Stand hatten die energieintensiven Industrie- und Baustoffwerte, wobei voestalpine um gut 3,7 Prozent und Wienerberger um 2,4 Prozent fielen. Im Halbleiterbereich büßten AT&S 2,1 Prozent ein und fügten sich so in das europäische Bild mit Gewinnmitnahmen bei Tech-Werten ein. Aktien aus der Branche hatten zuletzt von einer wieder aufgeflammten KI-Euphorie profitiert. Nun rückten Marktbeobachtern zufolge wieder Zinssorgen sowie die Enttäuschung über das Ausbleiben maßgeblicher Einigungen zwischen den USA und China in den Fokus.
spa/mik
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Quelle: APA
