APA News

Wiener Börse (Schluss) - ATX gewinnt 0,64 Prozent

13.05.2026, 17:56:00

Nach deutlichen Vortagesrückgängen - Zahlenvorlagen von Addiko Bank, Bajaj Mobility, Polytec, Semperit, Wienerberger und Verbund

---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
---------------------------------------------------------------------

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach den deutlichen Vortagesrückgängen mit Kursgewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX legte zum Sitzungsende 0,64 Prozent auf 5.886,54 Einheiten zu, nachdem er am Dienstag 1,47 Prozent eingebüßt hatte. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es nach den starken Vortagesabschlägen überwiegend nach oben.

Nachlassende Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts hatten die Ölpreise am Vortag klar ansteigen lassen und die Stimmung der Anleger getrübt. Am Berichtstag zeigten sich die Rohölnotierungen nun stabil. Der Iran-Konflikt ist aber weiterhin ungelöst und die Lage in der Straße von Hormuz undurchsichtig, schrieben die Helaba-Analysten. Noch hält der Waffenstillstand, die Rhetorik der Konfliktparteien verschärft sich aber. In diesem Zusammenhang sei auf den gestarteten Besuch von US-Präsident Trump in China zu verweisen. Die USA fordern China dazu auf, eine größere Rolle bei den Friedensverhandlungen zu spielen, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Markt nahm auf Unternehmensebene die Berichtssaison merklich an Fahrt auf. Zahlen legten Addiko Bank, Bajaj Mobility, Polytec, Semperit, Wienerberger und der Verbund vor.

Die Trockenheit und die damit verbundene schwache Wasserführung haben dem teilstaatlichen Stromkonzern Verbund im ersten Quartal einen Ergebniseinbruch beschert. Der Gewinn sackte um 32 Prozent auf 270 Mio. Euro ab, beim Umsatz ergab sich ein Minus von 15,5 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro. Zusätzlich negativ auf das Ergebnis wirkte ein niedrigerer durchschnittlicher Absatzpreis im Stromverkauf. Die Verbund-Aktie reagierte auf die Zahlenvorlage mit plus 1,2 Prozent. Laut Barclays lagen die Zahlen über den Erwartungen. Positiv hoben zudem die Analysten der Erste Group hervor, dass der Verbund den Gesamtjahresausblick nach oben revidiert hat.

Der Baustoffriese Wienerberger hat heuer im ersten Quartal 30 Mio. Euro Verlust eingefahren, wie der weltgrößte Ziegelhersteller bekannt gab. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war noch ein Gewinn nach Steuern von 5 Mio. Euro erzielt worden. Der Umsatz sank um 7 Prozent auf knapp über 1 Mrd. Euro. Wienerberger-Aktien bauten um 4,4 Prozent ab. Laut Erste Group lieferte das Unternehmen einen schwachen Auftakt in das Jahr 2026.

Der Motorradhersteller Bajaj Mobility, früher Pierer Mobility, hat im ersten Quartal deutlich mehr Umsatz gemacht und den Verlust klar eingegrenzt. Unterm Strich stand ein Minus von 35,1 Mio. Euro, nach einem Verlust von 108,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte indessen um 70,2 Prozent auf 331,3 Mio. Euro zu, wie die KTM-Mutter mitteilte. Die Bajaj-Titel beschleunigten um 7,3 Prozent.

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 bei einem deutlich geringeren Umsatz ein höheres Ergebnis erzielt. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 2,5 Mio. Euro, nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Grund für den Umsatzrückgang um 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro war vor allem der Verkauf des operativen Geschäfts im Vereinigten Königreich Ende 2025. Bei Polytec gab es ein Plus von 2,3 Prozent zu sehen.

Der in Wien ansässige Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im ersten Quartal 2026 wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgefunden. Nach einem Verlust drehte das Ergebnis nach Steuern mit 8,9 Mio. Euro ins Plus. Auch beim Umsatz und dem operativen Ergebnis (EBITDA) verzeichnete das Traditionsunternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres kräftige Zuwächse. Semperit-Anteilsscheine schlossen unverändert.

Die auf das Geschäft in Zentral- und Osteuropa spezialisierte Addiko Bank hat im ersten Quartal 2026 weniger Gewinn gemacht. Sondereffekte belasteten das operative Ergebnis, beim Neugeschäft gab es dagegen ein Wachstum von 6,1 Prozent.

Im Übernahmewettbewerb um die Addiko Bank hat die Raiffeisen Bank International (RBI) heute ihr Angebot für das auf Zentral- und Osteuropa spezialisierte Institut nach oben geschraubt. Geboten werden nun 26,50 Euro je Aktie, das Erstangebot lautete noch auf 23,05 Euro je Anteilsschein. Konkurrenz kommt von der slowenischen Nova Ljubljanska Banka (NLB), die ebenfalls an der Addiko interessiert ist und 29,0 Euro je Aktie bietet. Die Addiko-Aktie tendierte zuletzt bei 29 Euro und wurde heute nicht gehandelt.

ste/sto

 ISIN  AT0000999982


Preisinformation

Austrian Traded Index in EUR

Weitere News

Zur News-Übersicht


Disclaimer

Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA