Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt auf 107 US-Dollar
Trump nennt Iran-Vorschlag "Müll" - Gold verliert
Mit weiteren Anstiegen kann laut mehreren Analysten gerechnet werden. Nicht zuletzt, da US-Präsident Donald Trump die jüngsten Forderungen aus Teheran als "Müll" zurückwies und warnte, die seit Anfang April geltende Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten. Der Iran hatte einen US-Vorschlag zur Beilegung des Konflikts abgelehnt. Die Regierung in Teheran dringt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten - einschließlich des Libanons, wo der US-Verbündete Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Zudem pocht der Iran auf die Souveränität über die Straße von Hormuz, verlangt Reparationen für Kriegsschäden und ein Ende der US-Seeblockade.
"Der Optimismus hinsichtlich eines baldigen Friedensabkommens scheint wieder zu schwinden", konstatierte Suvro Sarkar, Energieexperte bei der deutschen DBS Bank. "Wenn wir bis Ende Mai keine Einigung sehen, dann sind Aufwärtsrisiken für die Ölpreise definitiv gegeben."
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt wieder gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 110,85 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag hatte der Preis 107,66 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab weiter nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.700,28 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,73 Prozent weniger als am Montagabend.
moe/ste
Weitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
