Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt um mehr als drei Prozent
Goldpreis sinkt auf 4.668,10 US-Dollar
Die USA und der Iran kommen bei ihren Bemühungen um ein Ende des Krieges nicht voran. Im Gegenteil: Über das Wochenende haben beide Länder ihre jüngsten Vorschläge gegenseitig zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Iran als "völlig inakzeptabel" und sprach weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus.
"Eine Öffnung der Straße von Hormuz und eine Normalisierung des Schiffsverkehrs sind nicht abzusehen", heißt es in einer Einschätzung der Deutschen Bank. Die zeige sich unter anderem in den Preisniveaus der Öl-Terminkontrakte bis zum Jahresende.
"Der Optimismus hinsichtlich eines unmittelbar bevorstehenden Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist geschwunden", sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Bank ING. Dies habe die Rohölpreise zuletzt weiter in die Höhe getrieben. Seiner Einschätzung nach dürften die Befürchtungen vor einer erneuten Eskalation "voraussichtlich zunehmen, was den Preisen weiteres Aufwärtspotenzial eröffnet".
Mit dem jüngsten Anstieg bewegt sich der Preis für Rohöl der Sorte Brent wieder in Richtung des Hochs, das im März zu Beginn des Iran-Kriegs bei etwa 120 Dollar je Barrel erreicht worden war.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 107,66 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 106,46 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis sank ab. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.668,10 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,07 Prozent mehr als am Freitagabend.
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Quelle: APA
