Verbund: Trockenheit bremst die Stromerzeugung aus Wasserkraft
Laufkraftwerke liefern um 28 Prozent weniger Strom als im langjährigen Durchschnitt
Die Stromerzeugung aus den Laufkraftwerken liegt derzeit um rund 28 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Dessen ungeachtet werden die Laufkraftwerke bisweilen tagsüber gedrosselt. Denn bei Schönwetter komme es zu einer enormen Strom-Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen. Um das Netz nicht zu überlasten, müssten andere Kraftwerke wie eben Laufkraftwerke gedrosselt werden, teilte der Verbund mit.
Das Wasser laufe dann ungenutzt durch das Kraftwerk. Denn bei Flusskraftwerken könnte das Wasser nicht gespeichert werden. Zudem seien die Pegelstände behördlich vorgegeben. Zufließendes Wasser müsse zeitgleich wieder abgegeben werden, merkte der Verbund weiters an.
Batteriespeicher als kleine Hilfe
Bei Neubauten von Kraftwerken zur Produktion erneuerbarer Energie prüft der heimische Versorger jedoch die Errichtung lokaler Speicher. Neue gesetzliche Regelungen würden netzdienliche Speicher beim Netztarif erstmals begünstigen.
Bei den bestehenden Kraftwerken gebe es jedoch nicht genügend Platz - umliegende Gründe stehen oft unter Naturschutz. Zudem sind selbst große Batteriespeicher mit 100 bis 200 MWh Energieinhalt nur bedingt eine Hilfe. Mit der Differenz aus der Drosselung eines Donaukraftwerkes wie Greifenstein zum Vollbetrieb sei der Speicher bereits nach einer Stunde vollständig geladen.
Bei den Pumpspeicherkraftwerken sieht die aktuelle Lage besser aus. Die Füllstände seien derzeit im üblichen Bereich. Einerseits werden hier Stromüberschüsse gespeichert, andererseits können sie kurzfristig zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden.
fel/cgh
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Quelle: APA
