Devisen (Früh) - Euro tiefer zum US-Dollar nach Höhenflug
Euro bei 1,20 US-Dollar
Beobachter sprachen von einer Gegenbewegung am Devisenmarkt. Am Dienstag hatte eine Dollar-Schwäche dem Euro kräftigen Auftrieb verliehen. Auslöser waren Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, der sich unbesorgt über die jüngste Schwäche der US-Währung gezeigt hatte. Der Dollar hat nach der Ansicht von Trump nicht zu stark an Wert verloren. Im Gegenteil: Der US-Präsident behauptete, dass sich die Landeswährung "hervorragend" entwickelt habe.
Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sieht die US-Regierung Vorteile in der jüngsten Abwertung des Dollar. In den Augen von Trump stärke die Abwertung die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft.
Bei der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend wird fest mit einem unveränderten Leitzins in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent gerechnet, obwohl Trump zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und Notenbankpräsident Jerome Powell heftig beschimpft hatte. "In diesem Zusammenhang kommen immer wieder Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank auf", heißt es in einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
Nach Einschätzung der Helaba-Experten dürfte die Zinsentscheidung aus Sicht des US-Präsidenten unbefriedigend ausfallen. Er könnte "das Ergebnis dazu nutzen, den neuen Fed-Chef bekannt zu geben, von dem er sich eine lockerere Geldpolitik erhofft". Die reguläre Amtszeit von Notenbankchef Powell endet im Mai. Es werden derzeit eine Reihe von möglichen Nachfolgern gehandelt.
ste/moe
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Quelle: APA
