Wiener Börse (Mittag) - ATX mit einem leichten Minus von 0,13 Prozent
EU-Mercosur-Handelsabkommen beschlossen - Deutsche Industrie mit Anzeichen für Krisenende - CA Immo und FACC mit 2,7 Prozent im Plus - VIG minus 3,4 Prozent
Wichtige Unternehmensnachrichten gab es im Laufe des Vormittags nicht. In Brüssel gelang nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ein Durchbruch beim EU-Mercosur-Handelsabkommen mit den vier südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die EU-Botschafter stimmten mehrheitlich für eine Unterzeichnung des Abkommens durch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 12. Jänner in Paraguay. Österreich ist durch einen Parlamentsbeschluss an ein "Nein" gebunden. Die EU ist laut Angaben der EU-Kommission der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur.
In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen. Im Monatsvergleich legte die Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dies war bereits der dritte Anstieg in Folge. Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang um 0,7 Prozent ausgegangen.
Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Finanzmarktakteure auf den US-Arbeitsmarktbericht. Dieser ist für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed besonders wichtig, die Zinspolitik wiederum kann den Aktienmarkt mitunter deutlich beeinflussen.
Die CA Immo gab am Donnerstag ein weiteres Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2.768.907 Stück Aktien bekannt. Das entspricht 2,74 Prozent des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft. Das Aktienrückkaufprogramm sehe den Erwerb von Aktien über die Börse vor, hieß es von der CA Immo. Das Programm soll frühestens am 15. Jänner starten. Die Aktien wiesen zu Mittag ein Plus von 2,7 Prozent aus.
Zulegen konnten auch die Werte von FACC mit einem Plus von 2,7 Prozent und von OMV mit einem Plus von 2,5 Prozent. Gesucht waren auch Semperit (plus 2,44 Prozent).
Am unteren Ende befanden sich hingegen Vienna Insurance Group (VIG) mit einem klaren Minus von 3,4 Prozent. CPI Europe verloren 2,4 Prozent. Auch die Finanzwerte von Erste Group (minus 1 Prozent), Uniqa (minus 0,9 Prozent) und BAWAG (minus 0,9 Prozent) verzeichneten Verluste.
rst/lof
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Quelle: APA
