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Wiener Börse am Vormittag ohne klare Richtung - ATX plus 0,05 %

01.08.2025, 10:10:00

Europäisches Umfeld klar schwächer - Erste Group nach Zahlen 1,4 Prozent im Plus

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Aktualisierte Daten sowie Details zu Konjunkturdaten und Einzelwerten
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitagvormittag
in einem deutlich schwächeren europäischen Börsenumfeld richtungslos
gezeigt. Der heimische Leitindex ATX wechselte bereits einige Male
die Vorzeichen und lag gegen 9.55 Uhr um 0,05 Prozent höher bei
4.523,70 Punkten. Der marktbreite ATX Prime stand dagegen 0,02
Prozent tiefer bei 2.268,94 Einheiten.
Im Fokus des heutigen Handelstages steht der
US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der solide ausfallen dürfte und
damit die Zinssenkungserwartungen dämpfen könnte. Besondere
Aufmerksamkeit gilt dabei der Lohnentwicklung. "Der Fed-Chef hatte
diese bei der Pressekonferenz über der Teuerungsrate liegend als
erhöht bezeichnet und auch damit die abwartende Haltung des FOMC
begründet. Erwartet wird ein Anstieg der Jahresrate, was als Beweis
für die gute Verfassung des Arbeitsmarktes gelten würde", schreiben
die Experten der Helaba.
Frische Jobdaten kamen auch aus Österreich. Hier ist die Zahl der
Arbeitslosen im Juli um 5,2 Prozent gestiegen, die Arbeitslosenquote
lag bei 6,7 Prozent und damit im Jahresvergleich um 0,3 Prozent
höher. Ebenso bekannt wurde, dass die Inflation in Österreich im
Juli auf 3,5 Prozent gestiegen ist.
Leichte Entspannungssignale kommen von Zollseite. Die neuen
US-Zölle für Importe aus dem Ausland treten laut einem
Regierungsbeamten erst am 7. August in Kraft, nicht bereits an
diesem Freitag. Dies gelte auch für den Zollsatz von 15 Prozent auf
Einfuhren aus der EU, hieß es.
In Wien geht die Berichtssaison mit den Zahlen von
ATX-Schergewicht Erste Group in die nächste Runde. Die Erste Group
hat im ersten Halbjahr ihre Erträge und ihren Gewinn gesteigert. Ein
starkes Kundengeschäft steigerte den Zinsüberschuss um 2,7 Prozent
auf 3,79 Mrd. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 8,3 Prozent
auf 1,54 Mrd. Euro zu. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 1,66
Mrd. Euro, nach 1,63 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktien
reagierten mit einem Kursgewinn von 1,4 Prozent.
Beim Branchenkollegen BAWAG ging es hingegen um 0,5 Prozent nach
unten. Die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) fielen um
1 Prozent auf 25,18 Euro. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die
Papiere der RBI von 22 auf 24 Euro angehoben und das Rating "Hold"
bestätigt.
Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel schließt seinen
Produktionsstandort in den USA. Betroffen sind 70 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter aus den Bereichen "Produktion, Forschung &
Entwicklung, Logistik und Verwaltung", teilte Zumtobel mit. Das Werk
in Highland im Bundesstaat New York sei "seit längerer Zeit
strukturell defizitär und deutlich unterausgelastet". Die Aktien
gaben 1,1 Prozent nach.
kat/lof
 ISIN  AT0000999982


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