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Erste Group steigert im Halbjahr Erträge und Gewinn

01.08.2025, 09:05:00

Höhere Kosten drücken auf Betriebsergebnis - Polen-Kauf soll Gewinn je Aktie um 20 Prozent steigern - Ausblick angehoben

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Weitere Kennzahlen und Details (durchgehend)
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Die Erste Group hat im ersten Halbjahr ihre Erträge
und ihren Gewinn gesteigert. Ein starkes Kundengeschäft steigerte
den Zinsüberschuss um 2,7 Prozent auf 3,79 Mrd. Euro. Der
Provisionsüberschuss legte um 8,3 Prozent auf 1,54 Mrd. Euro zu.
Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 1,66 Mrd. Euro, nach 1,63
Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Bank am Freitag mit. Der
Ausblick wurde angehoben.
Dank eines gut laufenden Geschäfts in der CEE-Region stieg das
Kundenkreditvolumen der Bank seit Jahresbeginn um 2,7 Prozent auf
224 Mrd. Euro an. Auch das Einlagenvolumen erhöhte sich um 2,8
Prozent auf 248,5 Mrd. Euro - vor allem in Tschechien, Ungarn und
Österreich wuchsen die Einlagen spürbar. Das Wachstum im
Kerngeschäft sowie Maßnahmen, die zur Finanzierung des geplanten
Zukaufs in Polen getroffen wurden, erhöhten die harte
Kernkapitalquote von 15,3 Prozent Ende 2024 auf 17,4 Prozent.
Höhere Kosten drücken auf Betriebsergebnis
Trotz höherer Einnahmen ging das Betriebsergebnis von 2,97 Mrd.
Euro auf 2,96 Mrd. Euro zurück. Grund waren höhere Kosten. Die
Risikokosten stiegen auf 182 Mio. Euro, nach 126 Mio. Euro im ersten
Halbjahr 2024 - das Niveau bleibe mit 16 Basispunkten des
durchschnittlichen Bruttokreditvolumens aber niedrig, schreibt die
Erste Group. Die Quote notleidender Kredite (non-performing
loans/NPL) verbesserte sich von 2,6 Prozent zum Ende 2024 auf 2,5
Prozent.
Belastet haben auch Bankensteuern. 109 Mio. Euro mussten an
Ungarn entrichtet werden, 68 Mio. Euro gingen an Österreich, 20 Mio.
an Rumänien. Weitere 32 Mio. Euro flossen an die Slowakei, diese
werden allerdings in der Position Steuern vom Einkommen verbucht.
Polen-Einstieg soll 2026 positiv auf Gewinn je Aktie wirken
Im Mai kündigte die Bank an, für 6,8 Mrd. Euro in Polen
einzusteigen und die einen beherrschenden Anteil an der Santander
Bank Polska kaufen zu wollen, inzwischen liegt der Transaktionswert
bei 7 Mrd. Euro. Der Deal soll noch bis Ende des Jahres über die
Bühne gehen. Auf die Ergebnisse erhofft sich die Bank daraus
positive Auswirkungen. Der Gewinn je Aktie soll 2026 um mehr als 20
Prozent steigen, die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll auf etwa 19
Prozent zulegen.
"Mit der geplanten Akquisition in Polen investieren wir in einen
der wachstumsstärksten Märkte Europas - weil wir an die
Innovationskraft, Eigenverantwortung und das unternehmerische
Potenzial in Zentral- und Osteuropa glauben", sagte Bankchef Peter
Bosek laut Aussendung. Die Übernahme will die Bank zur Gänze aus
eigenen Mitteln finanzieren. Dafür wird auf einen geplanten
Aktienrückkauf verzichtet und die Dividenden-Ausschüttungsquote
zwischenzeitlich reduziert.
Ausblick angehoben
Für das Geschäftsjahr 2025 hat die Bank ihren Ausblick angehoben.
Aufgrund des höheren Kreditvolumens und der besseren Ertragsdynamik
erwartet sie nun eine Eigenkapitalverzinsung von über 15 Prozent,
unter der Erwartung eines robusten makroökonomischen Umfeldes in den
Kernmärkten. Zuvor wurde eine ROTE von rund 15 Prozent erwartet.
Das Kreditwachstum wird nun mit mehr als 5 Prozent avisiert, im
Februar wurden noch rund 5 Prozent erwartet. Die Prognose für die
Risikokosten nimmt die Bank von 25 Basispunkten auf rund 20
Basispunkte zurück. Grund sei die gute Entwicklung des Kreditrisikos
im ersten Halbjahr 2025 gewesen. Für das Betriebsergebnis rechnet
die Bank mit einer Stagnation oder mit einem leichten Rückgang.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 1022-25, Format noch offen)
  bel/tpo
 ISIN  AT0000652011
 WEB   http://www.erstegroup.com


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