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Hitze - Lob für Verordnung und Schutzpläne ab 2026

31.07.2025, 16:16:00

Porr-Chef Strauss und Baugewerkschafter Muchitsch begrüßten vorgesehene Maßnahmen bei Medientermin - Kritik von der FPÖ

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Reaktionen im letzten Absatz
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SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann hat am
Donnerstag einmal mehr auf Hitze-Belastungen für Arbeitende
aufmerksam gemacht und dabei angedachte Schutzmaßnahmen aus der
jüngst präsentierten Hitzeverordnung hervorgehoben. Wie
Baugewerkschafter Josef Muchitsch und Porr-CEO Karl-Heinz Strauss
pries sie das Regelwerk und griff dabei vor allem die Schutzpläne
heraus, mit denen Arbeitgeber in Zukunft klare Schritte für den
Hitzeschutz im Freien umsetzen müssten.
Das Gesetz, das sich derzeit in Begutachtung befindet, soll am 1.
Jänner 2026 in Kraft treten. Neben den Schutzplänen, die ab einer
bestimmten Hitzewarnstufe der GeoSphere Austria (30 bis 34 Grad)
umzusetzen sind, ist für den Bau wie berichtet unter anderem eine
verpflichtende Ausstattung von Krankabinen mit Klimatisierung sowie
die Bereitstellung von Schutzkleidung für die Bauarbeiter
vorgesehen.
Die Neuregelung, die nicht nur den Bau, sondern generell die
Arbeit im Freien umfasst, stelle dabei vor allem auf das konkrete
Tätigkeitsfeld sowie die Schwere der Belastung ab, betonte die
Politikerin. Für die Umrüstung am Bau wird es Übergangsfristen
geben. Die Länge der Frist sei aktuell aber noch nicht abschätzbar,
so Schumann, die die eigene Verordnung als "Meilenstein"
bezeichnete.
Muchitsch: Thema Hitze "endlich in der Politik" angekommen
Eine verpflichtende Hitzefrei-Regelung am Bau ab einer gewissen
Temperatur, wie in der Vergangenheit von der Baugewerkschaft (GBH)
gefordert, wird mit der Verordnung zwar nicht kommen. Dennoch freute
sich FSG-Chef und SPÖ-Parlamentarier Muchitsch darüber, dass das
Thema Hitze angesichts steigender Tropentage "endlich in der Politik
angekommen" sei. Es gehe nun darum, die Maßnahmen bestmöglich
umzusetzen. Parallel dazu wolle er sich mit der Branche um weitere
Schritte bemühen - ein Anliegen seien ihm insbesondere die
Arbeitszeiten bzw. Baubeginn und Bauschluss an besonders heißen
Tagen.
Lob gab es für den heimischen Baukonzern Porr, der seit Jahren
Schutzmaßnahmen vorbildlich umsetze, so Schumann und Muchitsch
unisono. Konzernchef Strauss begrüßte die Maßnahmen explizit, auch
wenn er grundsätzlich "kein Fan von Verordnungen" sei, wie er
festhielt. In den Begutachtungsprozess wolle er sich aktiv
einbringen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden und die Regelungen
praxistauglich zu gestalten. Die dahingehende Diskussion mit den
Sozialpartnern sei allerdings ohnehin "äußerst fruchtbar".
Kritik von der FPÖ
Während die Arbeiterkammer (AK) die Verordnung und damit
einhergehende Besserungen bei den Arbeitsbedingungen begrüßte,
meldete sich die FPÖ mit Kritik. Sie sieht das "rote Abfeiern" der
Maßnahmen angesichts der "massiven Belastungswelle", die die SPÖ als
Teil der Regierung mitzuverantworten habe, als "blanken Hohn". Dass
bei der Arbeit an heißen Tagen Schutzmaßnahmen wie Sonnencremes und
Kopfbedeckungen notwendig seien, sage Arbeitnehmern und Betrieben
auch der Hausverstand.
tpo/bel
 ISIN  AT0000609607
 WEB   http://www.porr-group.com


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Quelle: APA