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Wiener Börse (Schluss) - ATX beendet starke Woche im Plus

25.07.2025, 18:10:00

Wochengewinn von zwei Prozent - US-Zollverhandlungen im Fokus - Palfinger mit Zahlen

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 3. Absatz ergänzt.
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Mit leichtem Rückenwind im späten Geschäft hat der
Wiener Aktienmarkt letztlich doch noch einen positiven
Wochenausklang hingelegt. Nach einem überwiegend schwächeren Verlauf
schloss der ATX am Freitag 0,21 Prozent fester auf 4.575,47 Punkten.
Für den ATX Prime ging es 0,20 Prozent auf 2.297,52 Zähler hoch. Im
europäischen Umfeld war kein klarer Trend auszumachen.
Auf Wochensicht verzeichnete der ATX einen Zuwachs von zwei
Prozent. Bereits am Donnerstag hatten die Hoffnungen auf einen Deal
zwischen den USA und der EU im Zollstreit den ATX auf den höchsten
Stand seit Ende 2007 gehievt - nun wird mit Blick auf die von
US-Präsident Donald Trump gesetzte, jüngste Deadline am 1. August
auf Neuigkeiten gewartet.
"Ich würde sagen, dass wir eine 50:50-Chance haben, vielleicht
sogar weniger, aber eine 50:50-Chance, einen Deal mit der EU zu
erreichen", sagte der Trump am Freitag vor Journalisten. Momente
später schob er nach: "Ich denke, die EU hat ziemlich gute Chancen,
eine Einigung zu erzielen."
Bei der Branchenauswahl gingen die Anleger offenbar auf Nummer
sicher. Mit Versicherern, Versorgern und Immobilienaktien waren im
späten Handel Werte aus jenen Branchen besonders gefragt, die von
Zöllen vergleichsweise wenig betroffen wären.
Die kommende Woche dürfte inzwischen auch mit Blick auf die
Berichtssaison richtungsweisend werden, denn mit Erste Group, OMV,
Andritz, Verbund, RBI und AT&S legen Unternehmen Zahlen vor, die
zusammen mehr als die Hälfte der ATX-Gewichtung auf sich vereinen.
Am Berichtstag meldete Palfinger für das erste Halbjahr zwar
Rückgänge bei Umsatz und Gewinn, lag mit den Zahlen jedoch leicht
über den selbst erhobenen Konsensschätzungen. Die Papiere legten um
0,1 Prozent zu, nachdem sich der Kurs im bisherigen Jahresverlauf
bereits verdoppelt hatte. Der Kranhersteller gilt als Profiteur der
deutschen Investitionspläne.
Erste-Group-Analyst Daniel Lion bleibt der Palfinger-Aktie
gegenüber positiv eingestellt. Im Peer-Vergleich seien die Papiere
unterbewertet, weswegen Cross-Trades zu einem Treiber für den
Aktienkurs werden könnten. Die Absicht des Unternehmens, durch den
Verkauf selbst gehaltener Aktien den Streubesitz zu steigern,
ermögliche zudem größeren Investoren den Einstieg, meint Lion.
RBI gaben branchenkonforme 0,2 Prozent ab. Die Bank hat bei ihrer
russischen Tochter 1,2 Mrd. Euro ausgebucht. Dabei handelt es sich
um die erwarteten Erlöse der Bank aus dem Rechtsstreit mit dem
russischen Strabag-Aktionär Rasperia Trading, die nun nicht mehr im
Russland-Geschäft der Bank bilanziert sind. Das Institut ist aber
nach wie vor überzeugt, die Ansprüche gegenüber Rasperia Trading in
Österreich durchsetzen zu können, teilte die RBI Donnerstagabend
mit.
spa/kat
 ISIN  AT0000999982


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