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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX dank Zollhoffnungen fester

24.07.2025, 10:12:00

Hoffnungen auf Handelsabkommen zwischen USA und EU - Banken gesucht - Zahlen von AMAG und Zumtobel

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 3. Absatz ergänzt.
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Die Aussicht auf ein Handelsabkommen zwischen den
USA und der EU hat der Wiener Börse am Donnerstag weiteren Antrieb
gegeben. Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn stand der ATX 0,61
Prozent im Plus bei 4.538,56 Punkten. Im bisherigen Tageshoch bei
4.547 Einheiten hatte er zudem ein weiteres Zwischenhoch von Mitte
2008 hinter sich gelassen. Der ATX Prime gewann 0,61 Prozent auf
2.280,66 Zähler.
Ein ähnliches Bild gab nach guten Wall-Street-Vorgaben das
europäische Umfeld ab. Die Anleger hoffen, dass in den Verhandlungen
im Zollstreit zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA
letztlich ein ähnlich milder Deal gelingt wie zwischen Japan und den
USA. Am Abend hatte die "Financial Times" bereits berichtet, dass
genau dies bevorstünde. Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich
Merz hatte vor seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten
Emmanuel Macron eine bevorstehende Einigung angedeutet.
Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone gaben den Aktienmärkten
im Frühhandel keine klaren Impulse. Am Nachmittag steht die
Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Erwartet
wird, dass die Währungshüter eine Pause im Zinssenkungszyklus
einlegen werden.
Unterstützt wurde der ATX von den festeren Bankwerten. RBI, Erste
Group und BAWAG legten jeweils zwischen 1,1 und 1,7 Prozent zu. Für
gute Stimmung in der Branche sorgten Zahlen der Deutschen Bank und
der französischen BNP Paribas.
Unter den Nebenwerten gaben die AMAG und Zumtobel Zahlen Einblick
in ihre Bücher. Die AMAG-Aktien tendierten trotz eines klaren
Gewinnrückgangs unverändert. Belastet wurde das Ergebnis laut
Unternehmen insbesondere durch gestiegene Energie- und
Personalkosten sowie die seit Juni erhöhten US-Einfuhrzölle auf
Aluminium. Michael Marschallinger von der Erste Group zufolge liegen
die Ergebnisse jedoch im Rahmen beziehungsweise sogar über den
Konsensschätzungen.
Zumtobel habe inzwischen ein weiteres schwaches Quartal und ein
insgesamt enttäuschendes Jahr hinter sich, so Marschallinger zu den
Zahlen des Leuchtenkonzerns. Enttäuschend sei auch der Ausblick. Die
Vorarlberger erwarten 2025/26 einen Umsatzrückgang im einstelligen
Prozentbereich. Die Zumtobel-Papiere büßten 1,9 Prozent ein.
Agrana verloren 0,4 Prozent auf 11,60 Euro. Die Analysten der
Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien von 11,8 auf 12,5 Euro
angehoben. Das Anlagevotum "Hold" wurde von Analystin Vladimira
Urbankova bestätigt. Die Ergebnisse des ersten Quartals 2025/26
zeigen, dass Agrana weiterhin mit starkem Gegenwind zu kämpfen hat,
hieß es in der aktuellen Studie.
spa/ger
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