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Wiener Börse (Schluss) - ATX fällt nach Angriff auf den Iran

13.06.2025, 18:11:00

Wochenminus von 2,1 Prozent - Banken schwächeln, Verbund-Aktien stark

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 3. Absatz ergänzt.
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Die Wiener Börse hat nach dem israelischen Angriff
auf Irans Atomanlagen nachgegeben. Der ATX schloss am Freitag 0,77
Prozent leichter bei 4.355,07 Punkten. Mit dem fünften Tagesminus in
Folge fuhr der Leitindex einen Wochenverlust von 2,1 Prozent ein.
Damit rutschte er zwar wieder unter die Marke von 4.400 Punkten, an
der er sich in den vergangenen Wochen orientiert hatte. Das
Mai-Zwischentief bleibt jedoch in komfortabler Distanz.
Für den ATX Prime ging es am Berichtstag 0,79 Prozent hinab auf
2.189,12 Zähler. Auch an anderen europäischen Börsen zeigten sich
die Kurse belastet. Die Marktakteure wagten sich vor dem Wochenende
nicht mehr aus der Deckung, gefragt waren sichere Häfen wie Gold und
Staatsanleihen. Die Ölpreise stiegen inzwischen deutlich an, was die
Inflationssorgen wieder anfachte.
Israel hat in der Nacht mit einem Großangriff auf iranische
Städte und Atomanlagen begonnen. Im Zuge des israelischen Schlags
ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine
der wichtigsten iranischen Atomanlagen zum Ziel geworden. Die
Islamische Republik schlug nach israelischen Angaben bereits mit
Drohnen zurück. Begleitet wurden die Angriffe von einer sich
hochschaukelnden Rhetorik beider Seiten.
Gesucht waren in Wien die Anteile am Verbund und legten um 3,4
Prozent zu. OMV konnten gute Verlaufsgewinne hingegen nicht halten
und schlossen auf Vortagesniveau. Sie hatten nur zeitweise von den
gestiegenen Erdgas- und Ölpreisen profitiert. Abgaben verbuchten die
Bankaktien. Erste Group, BAWAG und RBI büßten bis zu 1,9 Prozent
ein.
Frequentis, die auch für den militärischen Bereich
Kommunikationssysteme anbieten, zogen als bester Wert im prime
market 5,8 Prozent hoch. Auch im europäischen Umfeld waren einige
Rüstungswerte gefragt.
Zur voestalpine meldete sich die Erste Group zu Wort. Analyst
Michael Marschallinger stufte das Papier von "Buy" auf "Accumulate"
zurück, hob jedoch im selben Zug sein Preisziel an. Die voest-Aktien
fielen um 0,4 Prozent.
DO&CO gaben in einem schwachen europäischen Branchenumfeld drei
Prozent ab. Hier stützte auch nicht, dass Analyst Christoph Greulich
von der Berenberg Bank als Reaktion auf die jüngsten Jahreszahlen
seine Kaufempfehlung bekräftigte. Der Analyst sieht den Caterer dank
neuer Aufträge im Airline-Catering auch in einem schwierigeren
Umfeld auf Wachstumskurs.
spa/kat
 ISIN  AT0000999982


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