APA News

voestalpine kürzt Dividende nach weiterem Gewinnrückgang 2024/25

04.06.2025, 08:44:00

Verkaufserlöse sanken um rund 1 Mrd. Euro auf 15,7 Mrd. Euro - Gewinn nach Steuern verringerte sich von 207,1 auf 178,6 Mio. Euro - Dividende soll von 70 auf 60 Cent je Aktie gekürzt werden

---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Weitere Details (2. bis 5. Absatz)
---------------------------------------------------------------------
Das schwierige wirtschaftliche Umfeld schlägt
auch auf das Ergebnis des Stahlkonzerns voestalpine durch. Der
Umsatz sank im Geschäftsjahr 2024/25 um 1 Mrd. Euro auf 15,7 Mrd.
Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Der Gewinn unter
dem Strich verkleinerte sich weiter auf 178,6 Mio. Euro, nachdem er
bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr 2023/24 von 1,2 Mrd. auf
207,1 Mio. eingebrochen war. Die Dividende soll nun von 70 auf 60
Cent je Aktie gekappt werden.
Die voestalpine habe "bei äußerst herausfordernden
Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt", teilte der Konzern
mit. Mit dem strategischen Fokus auf hochtechnologische Produkte und
der breiten Aufstellung nach Regionen und Branchen habe sich der
weltweit tätige Stahl- und Technologiekonzern gegen den Trend des
vor allem in Europa schwierigen Umfelds gut behaupten können.
Insbesondere die Bereiche Bahninfrastruktur und Luftfahrt hätten
sich besonders positiv entwickelt. Die Nachfrage im Segment
Lagertechnik sei hoch gewesen.
Schlecht läuft es hingegen in der Konsumgüter- und
Maschinenbauindustrie. Der Energiebereich habe sich im Laufe des
Geschäftsjahres abgeschwächt. Keine Verbesserung gab es bei
Nachfrage der Automobilindustrie. Vor allem die deutschen
Automotive-Components-Standorte der Metal Forming Division hätten
eine geringe Auslastung ausgewiesen.
Das Management habe aktiv reagiert und ein umfassendes
Reorganisationsprogramm der europäischen und insbesondere der
deutschen Standorte des Geschäftsbereichs Automotive ein umfassendes
Reorganisationsprogramm der europäischen und insbesondere der
deutschen Standorte des Geschäftsbereichs Automotive Components
initiiert. Reorganisationsmaßnahmen erfolgten auch in der High
Performance Metals Division.
Insgesamt ist der Personalstand gegenüber dem Jahr davor leicht
gesunken. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verringerte
sich von weltweit 51.589 auf 49.659.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank der Gewinn (EBITDA)
im abgelaufenen Geschäftsjahr den Konzernangaben zufolge um rund 320
Mio. Euro auf 1,35 Mrd. Euro. Die dazugehörige Marge gab von 10 auf
8,6 Prozent nach.
Die Abschreibungen verringerten sich im vergangenen Fiskaljahr
von 1,1 Mrd. auf 891,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) ging im Jahresabstand von 569,3 auf 455,1 Mio. Euro
zurück, der Gewinn vor Steuern (EBT) von 383,4 auf 270,5 Mio. Euro.
Die EBIT-Marge verschlechterte sich von 3,4 auf 2,9 Prozent.
Die Talsohle sieht das Management anscheinend erreicht. Für das
laufende Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) rechnet die
Konzernleitung "aus heutiger Sicht" mit einem leicht verbesserten
EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Mrd. Euro.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0774-25, Format 88 x 110 mm)
  kre/cgh
 ISIN  AT0000937503
 WEB   http://www.voestalpine.com


Preisinformation

voestalpine AG

Weitere News

Zur News-Übersicht


Disclaimer

Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA